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1785 Mansfeld im Herzogtum Magdeburg

1785 J. L. Heineccius
Ausführliche topographische Beschreibung des Herzogthums Magdeburg und der Graffschaft Mansfeld, Magdeburgischen Antheils.

 

Das Werk liefert Informationen über alle Städte und Dörfer im Herzogtum Magdeburg. Dieses gliederte sich in den Saalkreis, den Ersten Mansfelder Distrikt mit den Städten Gerbstedt, Leimbach und (Thal)-Mansfeld und den Zweiten Mansfelder Distrikt mit der Stadt Schraplau. Beschrieben werden zunächst die Städte und anschließend die Dörfer und Wohnstätten, im Werk als Das platte Land bezeichnet.

1785 Herzogth Titel
Titelblatt des Werkes
1785 Grafschaft Titel.
Titelblatt des Kapitels Grafschaft Mansfeld

Die vor weit mehr als 300 Jahren begonnenen ständigen Streitereien der jetzt ausgestorbenen Mansfelder Grafen, führten zu übermäßig zerteilten Besitzungen, die um 1570 zur Zwangsverwaltung (Sequestion) führten. Die Verwaltung erfolgte durch den Kurfürst von Sachsen und den Erzbischof von Magdeburg als Lehnsherren der Grafen.
Die Grafschaft zergliedert sich demzufolge in zwei Verwaltungsgebiete, die Heneccius in seinem Buch vorstellt.

Aus dem zweiten Teil dieses Werkes, der Beschreibung der Grafschaft Mansfeld, sind hier die kurzen Einträge der Dörfer Augsdorf, Hübitz, Siersleben und Thondorf herausgezogen worden.

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1785 Thondorf 474
Eintrag Thondorf
1785 Siersleben 473
Eintrag Siersleben

1785 Hübitz 465
Eintrag Hübitz
1785 Augsdorf 455
Eintrag Augsdorf

Anmerkungen:

  • In Siersleben besaß der Grundherr von Burg-Oerner von Dacheröden ein Rittergut mit 384 Morgen Grund; zusätzlich zu dessen Erträgen erhielt von Dacheröden noch den Garben-Zehnten der Sierslebener Flur.
  • Zu dieser Zeit (1785) wird in Siersleben lediglich ein Gasthof genannt. Dieser wurde bereits 1761, dem Geburtsjahr Gotthilf  Heinrich Schnees von dessen Vater betrieben. Schnee war nicht nur Gastwirt, sondern auch Gutsbesitzer, allerdings nicht der Besitzer des Rittergutes.
    Wie dem Hettstedter Wochenblatt für den Mansfelder Gebirgskreis zu entnehmen ist, befand sich der Gasthof 1847 immer noch im Besitz der Familie Schnee.
  • Die Hübitzer und Augsdorfer Kirchen waren ein(e) Filial(kirche) von St. Andreas zu Siersleben.
    Die Burg-Oernersche Kirche war ein Filial der Kirche von Thondorf.

 

Thondorf Siersleben Hübitz Augsdorf
Feuerstellen 39 59 30 38
Kolonisten 7 7 2
Voll-/Halbspänner 7 / – 6 / – 5 / 3 5 / 3
gr. / kl. Kossäten 5 / 18 10 / 24 14 / 8 – / 14
Seelen 193 300 157 196
Acker / Gärten [Morgen] 1.301 / 8 1.496 / 10 1.420 / 9 1.283 / 15
Wiese / Weide [Morgen]  –  – 2 / 2 3,5 / etwas
Anger [Morgen] 60 12
Amt
[Grundherr]
Leimbach
[von Schenk]
Kloster
Mansfeld
[königl. Amt]
Helmsdorf
[von Bühlow]
Helmsdorf
[von Bühlow]
Sonstiges Windmühle,
Gasthof.
Windmühle,
Gasthof, Zoll.
Windmahl-,
Windölmühle.

 

























Download: 1785-Grafschaft-Titel.-1.pdf (51KB)

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