Bunte Karierte Republik Deutschland

Augen auf und durch

Wer hätte das denn je geglaubt

Erstellt von schneemann am Donnerstag 28. Oktober 2010

Historiker, Experten gar, haben Unerhörtes “erforscht”, “herausgearbeitet”, “der Öffentlichkeit zugänglich gemacht” und vieles mehr.

Sie haben amtlich und unumstößlich festgestellt:
Das Außenministerium  des verbrecherischen NS-Staates war selbst verbrecherisch!

Dieses unglaubliches Forschungsergebnis wird -wie üblich- von allen gleichgeschalteten bundesrepublikanischen Medien allen Bürgern dieses Landes vertickert; z.B. hier und hier und dort usw. …
Ja, liebe Experten, Forscher, Historiker - was haben Sie denn geglaubt?
Daß das NS-Reichs-Außenministerium in Wahrheit die konspirative KPD-Zentrale war?  Oder, daß sich dort der Sitz der Herrnhuter Brüdergemeinde befand?

Wie unbedarft muß man eigentlich in diesem Staat sein, wenn Wissenschaftler Norbert Frei nach 5 Jahren “Forschungsarbeit” folgendes “herausgearbeitet” hat:
[...] Statt nach der Rolle des Auswärtigen Amtes im Dritten Reich zu fragen – so, als ob das Amt und das Regime zwei verschiedene Einheiten gewesen wären –, haben wir als Ausgangshypothese formuliert: Das Auswärtige Amt im Dritten Reich war das Auswärtige Amt des Dritten Reiches.[...]  Quelle

Ich nehme mal an, daß diese seit 65 Jahren bekannten Tatsache dem Herrn Frei bisher verborgen blieb. Nun endlich ist dem nichts mehr hinzufügen; es wurde jetzt amtlich herausgeforscht.
Vielleicht kommt ja in 45 Jahren eine andere Historikerkommission zu folgendem Ergebnis: Das DDR-Außenministerium war eine Regierungs-Behörde der DDR  und wurde von SED-Mitgliedern dominiert.

Armes Deutschland!

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Wir Deutschen sind doch …

Erstellt von schneemann am Donnerstag 2. September 2010

… ein willfähriges Volk. Es braucht nur einige Anstupser und schon empören wir uns auf das heftigste. Manches Mal allerdings sind auch einige penetrante Wiederholungen in unseren gleichgeschalteten Medien notwendig, aber letztlich klappt es fast immer. Das haben wir bei Eva Herman gesehen und das sehen wir jetzt an Thilo Sarrazin.

Wir sind quasi ein Volk von Empörern. Wir werden puterrot, Schaum tropft von unseren Lefzen, wir gackern und geifern wir schimpfen und fordern und dann … dann versuchen wir uns kundig zu machen über den Anlaß unserer berechtigten und gesunden Volksempörung. Daß es nicht unangemessen scheint, den Vorgang umzukehren - also sich zuerst kundig zu machen und erst dann sich zu empören (wenn erforderlich) ficht viele nicht an.

Das schöne an unseren Empörungen ist, daß sie unabhängig von der jeweiligen Regierungsform funktionieren. In jeder Regierung, angefangen bei Bismarck und Seiner Majestät Willem Zwo glorreichen Zeiten über die Weimarer Schwächephase und das folgende zwölftausendjährige Reich bis hin zur BRDDR klappt seit mehr als einhundert Jahren das mit der Volksempörung relativ zuverlässig; auf uns Deutsche ist eben Verlass; jawoll, ja!.
Und in jeder Regierung gab und gibt es deshalb auch immer einige hauptamtlich bestallte Berufsempörer (Eine dieser heutigen Sirenen ist besonders schrill - sowohl in der Farbe der Kleidung, als auch im Ton).

Zur Zeit ist -wie gesagt- Thilo Sarrazin Empörungsanlass. Eine deutsche Kanzlerin fühlt sich bemüßigt Sarrazins Arbeitgeber auf Entlassung zu drängen. Und sogar unser aller lieber Herr Bundespräsident -den ich nicht despektierlich Grüßaugust nennen werde- sogar der Grüß- äh, der Herr Bundespräsident signalisiert seiner gleichnamigen Hausbank, Sarrazin in Pension zu schicken, sei sicher nicht verwerflich.

Pssst…. sogar von noch weiter oben, also von ganz, ganz oben kommt Empörung: Ein pausbäckiger Erzengel ist -nachdem er vom popeligen Pop-Beauftragten die Karriereleiter hinaufschnaufte- ganz toll empört und will seinen Enflußbereich von solchen Subjekten säubern.
Wetten, daß dieser Säuberungsprozess versanden wird? Schließlich stehen 2011 einige Wahlen an und das Fußvolk des Erzengels sieht die Sache ganz anders als sein voreiliger und vorlauter Chef.

Ja, wo leben wir eigentlich? Ja, ist denn das Grundgesetz heut’ schon abgeschafft?

Der entsprechende Artikel beginnt mit ” Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Na bitte da haben wir es! Es werden aufgezählt Wort, Schrift, Bild, Rundfunk und Film - und wo bitte steht im GG-Text das Wort “Buch“?  Na also…

Und trotzdem pocht dieser Trotzkopf Sarrazin weiterhin auf Meinungsfreiheit,
… also, so geht das doch nun wirklich nicht!

Wenn man mich fragen würde (es tut bestimmt niemand) - ich würde dafür plädieren, Sarrazins Machwerk öffentlich zu oxidieren. Der heutige Bebel- ehemals Opernplatz in Berlins Mitte wäre dafür bestimmt ein geeigneter Ort…  Am besten wäre, wenn man gleich noch Sarrazins Buchverlag und das Wohnhaus des Delinquenten in die Kohlenstoff-Oxidation mit einbezieht.

Ein Glück, daß es auch noch Empörungsresistente gibt! Ein Danke in die Schweiz, nachÖsterreich, nach Großbritannien, nach den Niederlanden, nach Frankreich, nach Spanien, nach Portugal u.a.m.

Also Deutsche, frischauf, empören wir uns bald mal wieder…

Da Berufsempörte meistens auch Berufspolitiker sind, fürchte ich, daß letztere wieder einmal mehr Schaden anrichten als gut ist. Sie trampeln wieder einmal wie die Elefanten im Online-Porzellanladen herum - ohne es zu bemerken und ohne dessen Wirkmechanismus auch nur ansatzweise zu verstehen.

Edit 05.September 2010: Dem Beitrag des großartigen Ralph Giordano ist nichts mehr hinzuzufügen.

Edit o7.September 2010: Na bitte, es geht doch.

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Sehr geehrter Herr Udo Jürgen Bockelmann…

Erstellt von schneemann am Donnerstag 15. Juli 2010

… Sie hatten einmal -da waren Sie etwa Mitte 40- das unzähmbare Bedürfnis, sich vorzustellen, wie das so ist; das Leben mit 66. Und so brachten Sie Ihren Hit Mit 66 Jahren über die Rampe und damit unter’s Volk. Ich muß gestehen, bereits damals so ein unbestimmtes ambivalentes Gefühl diesem Stern der Partykultur gegenüber zu haben.
Einerseits sang ich -wie fast alle- Ihren durchaus gelungenen Ohrwurm mit, andererseits aber glaubte ich, daß Menschen um das besungene  Alter herum dies (das Singen) nur mit einem gequälten Lächeln tun können; die meisten jedenfalls.

Nun -inzwischen selbst in diesem Alter- stelle ich fest, daß sich Ihr Lied tatsächlich wie Hohn anhört, was sicher nicht Ihre Intention war. Aber die Frage sei erlaubt, Herr Bockelmann, ob es Ihnen ähnlich ergeht; schließlich befinden Sie sich ja bereits jenseits der 70.

Wie kommen Sie eigentlich in diesem Alter damit klar, daß die Feinmotorik nachläßt? Oder haben Sie frühmorgens etwa keine schmerzenden Fingergelenke? Ich finde, das ist schlimmer als diese kleinen schmerzenden Knötchen, die in der Handfläche unter den Fingerwurzeln vor sich hin wuchern. Ich meine, für Sie als Klavierarbeiter muß das doch besonders schlimm sein, schlimmer jedenfalls als schmerzende Füße -mit denen spielen Sie ja nicht sooo häufig auf Ihrem Markenflügel- besonders die Fußsohlen scheinen mit fortschreitendem Alter immer dünner und empfindlicher zu werden (Oder das Straßenpflaster verändert langsam seine Konsistenz - hin zu spitzen Strukturen. Was machen Sie dagegen? Teure handgefertigte 1.000-Euro-Schuhe, oder billige 2-Euro-Einlagen vom Schuhdiscounter? Also, ich schwöre ja auf Letzteres. Zwangsweise.

Und die Augen … - also ich sage Ihnen Herr Bockelmann, ein Glück daß die 88 Tasten Ihres Flügels im kontrastreichen Schwarz-Weiß gehalten sind; auch die Noten sind ja in diesen Farben notiert. Ich wage ja gar nicht daran zu denken, wenn Tasten und Noten in, in … sagen wir mal in Gelb-Grün, oder in Ocker-Rot gehalten wären - nicht auszudenken, was wir -Ihr Publikum- in diesem Fall von Ihrem Flügel hören würden …
Nun, der Kontrast ist das eine, etwas anderes ist die Sehschärfe, die Sie doch bestimmte mit Kontaktlinsen etwas nachregeln? Ich selbst bevorzuge ja das klassische Augenglas. Ehrlich, praktisch, gut; nun ja, kleiner Scherz von mir.
Also, was mich besonders nervt, sind diese langsam im Glaskörper des Auges dahintreibenden braun-schwarzen Gebilde. Fuuurchtbar sage ich Ihnen; geht es Ihnen ähnlich? Wenn diese Flatschen nicht wären, wäre die Blickfeldverengung viel leichter zu ertragen.

Was machen Sie eigentlich, wenn Ihnen mal der Kamm -Sie haben doch noch Ihr eigenes,  jungenhaftes, volles  Haar?- herunterfällt? Bücken Sie sich da höchstselbst, oder haben Sie einen Domesti… äh, einen Persönlichen Assistenten -der die Bückprozedur klaglos für Sie übernimmt- angestellt?

Ich muß Ihnen gestehen Herr Böckelmann, wenn ich mich bücken muß -weil ich mir zum Beispiel die Schuhe zubinden möchte- also, wenn ich mich mal mit schmerzenden Knien, knirschenden Wirbeln und ziehenden Wadenmuskeln bücken muß, überlege ich immer, -da ich mich ja bereits in Bodennähe befinde- gleich noch mit erledigen könnte. Also lese ich ein paar Krümel vom gestrigen Abendbrot auf, finde die vermißte M3-Schraube meiner externen Festplatte und drücke noch schnell den Telefonstecker fester in die Buchse. Allzu lange kann ich nicht unten bleiben, weil sonst der Krampf im Oberschenkel … - also, ich sage Ihnen mein Alter; dann muß schnellsten eine Tisch- oder Schrankkante in der Nähe sein…

Herr Bockelmann, sagen Sie mal ehrlich, Ihr Gehör ist doch noch in Ordnung, so halbwegs wenigstens? Sie haben doch nicht etwa einen kleinen, ektronischen Mann im Ohr? Also, ich finde das lästig. Man kann sich schließlich ein wenig darauf einrichten, daß Autos und Straßenbahnen leiser fahren, als zu der Zeit, in der Sie Ihren Meistersang schrieben.
Also was mich betrifft, bin ich etwas irritiert, daß die Audiowelt jenseit der 8 kHz nur noch als Ahnung vorhanden ist. Ich hoffe doch, daß Sie noch nicht vergessen haben, wie sich hohe und höchste Töne eigentlich anhören?

Apropos vergessen… Versemmeln Sie auch manchmal einen Konzerttermin -so wie ich Arzttermine- ? Oder vergessen Sie manchmal sogar, wie sie … hmm…  zum Beispiel den Dominant-Sept-Akkord in der Regel zur Tonika hin aufzulösen haben? Oder lassen Sie -ich will es doch nicht hoffen?- etwa gar die Quinte weg, weil dadurch die Auflösung einfacher wird?!

Ja, lieber Herr Bockelmann und sonst? Was machen die Zähne? Ich meine, die Kamera schaut Ihnen nicht nur auf die Finger, sondern -besonders bei Ihrem halbmeterhohem Lächeln- oft auch bis zur Speiseröhre.
Mein lieber Schwan, da muß man natürlich sehr sicher sein, daß die schönen, frisch geweißten Beißerchen nicht etwa klappern - heutige Mikrophone sind doch sauempfindlich.
In diesem Zusammenhang sei mir ein kleines Heinz-Erhardt-Zitat gestattet:

“Die alten Zähne wurden schlecht
und man begann sie auszureißen.
Die Neuen kamen grade recht,
um mit ihnen in’s Gras zu beißen.

Vielleicht versuchen Sie mal -aus heutiger Position- ein weiteres Lied zum Thema? Eigentlich müssten Sie bereits ähnliche Gedanken gewälzt und dabei festgestellt haben, daß die genannten Probleme wenig medienwirksam in schmissige Melodien und knapp gereimte Verse gießen lassen;
auf  “… meine Knochen knacken” gibts eben keinen stubenreinen Reim und auf  “schmerzende Gelenke” reimt sich ebenfalls nur wenig Sinnvolles.

Also ich sage Ihnen, Alter: “Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an” - das war wohl nix. Meine schmerzende Hand drauf, Herr Böckelmann.

Ach so, hatte ich doch glatt vergessen; hier, bitte. Und hier auch noch.

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Die Online APO entwickelt sich - und das ist gut!

Erstellt von schneemann am Montag 18. Januar 2010

Den etablierten politischen Parteien -den Statthaltern der Banken und der Großindustrie- geht es so Step by Step an den Kragen - langsam scheint den Parteibonzen ein Licht aufzugehen. Bisher waren sie alle davon überzeugt, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Ob Bildung, Politik, Kultur, Verbraucherschutz, Wirtschaft, Energie - alle Volkseintreter waren felsenfest davon überzeugt, daß nur ihre Sicht auf die Dinge die richtige sei. Nach und nach dämmert es den Volksvera*****ern aber, daß im Netz nicht mehr aufzuhaltende Bestrebungen im Gange sind, die man mit dem Begriff Demokratie von unten bezeichnen könnte und die die bisherige Parteienlandschaft in Frage stellen.

Wir Internet-User sind es leid, in den Onlineausgaben aller gleichgeschalteten Printmedien dieselben -von wem auch immer- verordneten Meinungen zu lesen, die von den Parteibonzen dem Wahlvolk als Öffentliche Meinung unterzujubeln versucht wird, während dieses schon längst zwischen veröffentlichter - und Öffentlicher Meinung sehr genau zu unterscheiden vermag.

Die in den Parteien sitzenden Volksverblöder bemerken, daß sich ihr bisher präferiertes breitbandiges und gleichzeitiges “Lösen” aller Probleme überholt hat. Sie bemerken erstaunt, daß sich eine Vielzahl von Betroffenen, von Vereinigungen, von Bürgerinitiativen, von Interessenverbänden zusammenfinden, um ganz spezifische -oft lokale- Fragen und Probleme zu erörtern, wozu keine der Parteien bisher bereit, oder auch nur willens war, sie zur Kenntnis zu nehmen.
Sie stellen mit Erstaunen fest, daß niemand ihre Partei mehr braucht. Ihr Bla-Bla in Printmedien, auf Wahlplakaten und ihre Worthülsen in sogenannten Talkshows, in denen ihnen peinlich oft nach dem Munde geredet wird, ruft beim internet-affinen Wahlvolk Hautausschlag und anschwellende Halsschlagadern hervor.

Tapfer reden sie davon, wieder mehr Wähler ihrer Coleur zu aktivieren, zu alten Werten zurückzufinden, heilige Kühe zu schlachten und ähnlichen Unsinn mehr - und es entgeht ihnen völlig daß ihnen das Heft immer mehr aus der Hand gleitet.
Merkt Euch: Die Demokratie der Zukunft wird im Internet gestaltet und die Zukunft beginnt heute. Nur Blöde verstehen das nicht.

Und besonders dumm ist, daß die Klientel, die heute noch ohne das Netz auskommt - also von den herkömmlichen Medien zu Verblöden versucht wird- zahlenmäßig immer geringer wird; sie stirbt schlichtweg aus.

Und weil die von uns bezahlten Volkstreter -bezeichnenderweise nur mit Hilfestellung normal Denkender-  dahin geführt werden sollen zu begreifen, daß durch diese Demokratie von unten ihre eigene, auf den Parteien gründende Macht, gefährdet ist, wird in fieberhaften Aktionismus verfallen, um das Netz so weit wie möglich unter Parteienkontrolle zu bringen. Das Mittel dazu: Zensur. Die unsagbare Ignoranz mit der Zensursula und die Mischpoke im Bundestag die Online-Petition zum Internetsperre-Gesetz bedachte, war bezeichnend für diese abgewirtschaftete Politikerkaste.

Gaaaaaanz langsam macht im Bundestag das Gerücht die Runde, daß in den Parteien Medienkompetenz gefragt ist und daß Nichtwissen (Zypris: Was war noch gleich mal ein Browser) und Ignoranz (Ströbele: ich war ein-, zweimal im Internet) bei der nächsten Wahl hart abgestraft werden. Es ist schlichtweg eine Schande, daß solche Leute diese Republik im Jahre 2010 regieren. Und hier gleich noch einmal. Und hier. Und hier - nein, lassen wir das.

Politiker dieser Sorte sind es also die uns Bürger beschützen wollen: Laut Heise wollen sie doch tatsächlich unsere privaten Rechner von Viren befreien; rührt das nicht zu Tränen? Sie wollen unsere Rechner von Viren freihalten! Ach die Guten. Sie nehmen wahrscheinlich an, daß die Volksverblödung inzwischen 100 % erreicht hat

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Twitter ist schuld

Erstellt von schneemann am Sonntag 28. Juni 2009

Twittern könnte Bundestagswahl torpedieren

Mit dieser absurden Schlagzeile wird hier die Angst der Regierenden vor den Online-Medien auf den Punkt gebracht. Insbesondere der Bundeswahlleiter und Abgeordnete von SPD und Union befürchten, die Bundestagswahl könnte durch Kurznachrichten im Online-Dienst Twitter unzulässig beeinflusst werden. Erst kürzlich hatten Bundestagsabgeordnete das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl vorzeitig über Twitter verbreitet.

Die Ergebnisse der Befragungen über das tatsächliche Wahlverhalten, wird den Parteien bereits nachmittags mitgeteilt. Der Bundeswahlleiter: “Es wäre der GAU, wenn die Wählerbefragungen vor Schließung der Wahllokale öffentlich bekannt würden, womöglich müsste die Wahl wiederholt werden”.

Wiefelspütz (SPD) hält es für angebracht, über ein Verbot der Wählerbefragungen nachzudenken.

Fazit, liebe Leser draußen im Lande:

  • Die Wahl wird so lange wiederholt, bis das Ergebnis passt.
  • Twitter ist schuld, wenn eine Partei nicht wie erhofft abschneidet.
  • Sofort Twitter verbieten.
  • So lange Twitter existiert, herrscht Wahlverbot.
  • Vor die Twitterseite wird ein Stoppschild geschaltet

Die Politikerkaste fürchtet die Dienste des Web inzwischen wie der Teufel das Weihwasser.

Mein Vorschlag lautet: Die Regierung wählt sich ein anderes Volk. Basta.

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Michael Jackson

Erstellt von schneemann am Freitag 26. Juni 2009

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in memorian

michael jackson

29.08.1958

25.06.2009

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HH

Erstellt von schneemann am Donnerstag 25. Juni 2009

HH? Jawoll, HH! Hilfspolizei Hessen.

Na bitte, klappt doch wie am Schnürchen mit der Umgestaltung zur Deutschen Demokratischen Bundesrepublik (DDBR).

Jetzt haben wir sie endlich wieder, die offiziell bezahlten Spitzel. 7 Euro die Stunde beträgt der Judaslohn in Hessen für freiwillige Hilfspolizisten. Dafür müssen sie unbotmäßige Bürger melden - linkes Pack, rechtes Pack, Falschparker und Falschwähler - je nach Vorgabe.  Und wenn’s bei einem von denen mal nicht mit dem Nachbarn klappt, dann darf auch mal schnell ein Knöllchen geschrieben werden; denn das dürfen diese Angehörigen des Freiwilligen Polizeidienstes auch. Nicht einmal die “Freiwilligen Helfer der Volkspolizei” in der DDR hatten diese Kompetenz - aber es muß ja auch eine Weiterentwicklung geben.

Der von mir vorhergesagte siebte Fall ist damit eingetreten. Der achte Fall folgt demnächst.

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Alles ok mit dem GG?

Erstellt von schneemann am Freitag 22. Mai 2009

Gemessenen Schrittes geht es an’s Sonntagsreden-Redner-/Rednerinnenpult, aus der Trickkiste werden ein pathetisches Vibrato für die Stimme und ein Ach-Gucke-Ich-Feierlich für das Gesicht herausgekramt.

Die Politriege kriegt sich gar nicht wieder ein. Man betont wie stolz man sei. Auf die Verfassung. Und sonst nichts. Jawohl.

Es ist wie immer - unerträgliches Wortgeklingel, mit dem Ziel, dem Volk und angeblichen “Souverän” gezielt und in voller Absicht die Sinne zu vernebeln. Es werden ohne Gnade und bis zum Erbrechen rethorische, dummdeutsche Versatzstücke aneinandergereiht.

Und doch ist eines dabei anders, als in der Vergangenheit: Der Deutsche Michel, sonst nur Stimmvieh, hat begonnen seine Schlafmütze abzuziehen und entdeckt die Kommunikationsmöglichkeiten des Internet. In den Kommentarforen der etablierten Medien könnten jene, die sich selbst als Volksvertreter bezeichnen, von A bis Z nachbuchstabieren, was von ihnen gehalten wird. Wenn diese Politikerkaste doch nur so handeln würde, wie sie es in ihren Sonntagsreden immer beschwören. Wenn sie doch nur einmal NICHT gegen den Willen des Volkes entscheiden würden.

Aber leider ist Volkes Stimme noch ziemlich leise und nach den Wahlen im September wird  -aus Sicht der Politiker- wie immer gelten: Vox Poluli Vox Dei.

Ihr lieben Volksvertreter, hört mir bitte einmal zu:
Europawahl - was ist das denn?
Bundestagswahl -wozu; Ihr macht ja doch, was wir nicht wollen.

Liebe Ossis (Wessis sind immer noch zu satt) skandiert noch mal: Wir sind das Volk!
Wir möchten endlich eine Verfassung, so wie das -trotz aller Schraubversuche nach der Wiedervereinigung- im § 146 GG verankert ist.

Und weil wir gerade dabei sind: Was spräche eigentlich dagegen, wenn dieses neue Deutschland auch eine neue Nationalhymne singen könnte:

Berthold Brecht

Kinderhymne

Anmut sparet nicht noch Mühe
Leidenschaft nicht noch Verstand
Daß ein gutes Deutschland blühe
Wie ein andres gutes Land.

Daß die Völker nicht erbleichen
Wie vor einer Räuberin
Sondern ihre Hände reichen
Uns wie andern Völkern hin.

Und nicht über und nicht unter
Andern Völkern wolln wir sein
Von der See bis zu den Alpen
Von der Oder bis zum Rhein.

Und weil wir dies Land verbessern
Lieben und beschirmen wir’s.
Und das liebste mag’s uns scheinen
So wie andern Völkern ihrs.

Melodie bei youtube

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Man muß sie nicht unbedingt kennen …

Erstellt von schneemann am Donnerstag 21. Mai 2009

… aber wenn man sie kennt, faszinieren sie.

georg-ringsgwandlGeorg Ringsgwandl

Was ist er eigentlich? Kabarettist, das scheint festzustehen. Aber auch Liedermacher, Musiker, Sänger, Kaschper’l, Spötter, Philosoph, Philantrop, promovierter Mediziner und Verseschmied. Immer ist er skurril, manchmal bitterböse und clownesk, ohne albern zu sein. Allein seine CD-Cover lassen ahnen, wozu er auf der Bühne imstande ist. Sehr oft bleibt dem Zuhörer das Lachen im Halse stecken.

hubert-von-goisernHubert von Goisern

In ihm sehe ich den Erfinder des Alpenrock. Nicht, aber auch gar nicht  zu vergleichen mit Kloster- , Ziller- und anderen -talern und deren volkstümelnden Musikantenfreunden; von Mross und Hertel gar nicht zu reden…

In seinen rockigen -manchmal balladenhaften- Kompositionen kombiniert er Jazz und Reggae, aber auch Soul und Latin mit dem Sound der Alpen und dem Akkordeon. Es ist verblüffend zu hören, welche Resultate dieser ungewöhnliche Mix zeitigt.

Link zu Goisern & Ringsgwandl & Kryner

global-krynerGlobal Kryner

Es ist schon interessant, wie diese Gruppe altgediente Rock- und Pop-Songs -bis zurück in die 50er- aufpoliert. Was diese Formation bietet ist weder Pop, noch Schlager, noch Rock oder sonstige gängige Klassifizierung.
Sie spielen mit Jazzharmonien, wechseln Rhythmus und Tempo nach Belieben - und sind so in der Lage, jede Komposition zu “verkrynern”.
Besonders bemerkenswert ist, daß man einen typisch alpenländischen Sound hört, gepaart allerdings mit dem typischen Swing-Drive - allein, das dazu eigentlich erforderliche Schlagzeug ist in der Gruppe nicht vorhanden.

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Neue Spitzel braucht das Land

Erstellt von schneemann am Sonntag 3. Mai 2009

blockwart gesuchtIn der Bunten Republik Deutschland-DDR 2.0 greift eine zwar alte, aber immer wieder gern verwendete, Praktik um sich: Die Bespitzelung der Bevölkerung durch die Bevölkerung.
Schon zu Kaisers Zeiten unabkömmlich, im Dritten Reich u.a. durch den Blockwart institutionalisiert , in der DDR 1.0 zu Schild und Schwert des Klassenkampfes heroisiert, in der Bundesrepublik über dilettantische Versuche nie hinaus gelangt, flattern unsereins die Ohren, wenn man so die Presse/Onlinemedien verfolgt:

Erster Fall: Da verlangte die  Berliner städtische Wohnungsbaugesellschaft gehag von ihren Block … Verzeihung, Hauswarten, herauszufinden, in welchen Wohnungen gefährliche Hunde gehalten werden und belästigt ihre Mieter mit einem Brief, in dem es heißt “… Wir geben ihnen zur Kenntnis, dass unsere Hauswarte, -meister und -betreuer gehalten sind, uns jeden Mieter namentlich zu melden, der die vor genannten Hunderassen in seiner Wohnung hält.Quelle

Zweiter Fall: Die WBL Fonds Wohnungsbaugesellschaft Lichtenberg bittet “… alle Mieter, ohne Rücksicht auf nachbarschaftliche Beziehungen uns bei der Umsetzung der Berliner Hundeverordnung zu unterstützen und von der Anzeigepflicht Gebrauch zu machen.” Quelle

Dritter Fall: Da will der Berliner Mieterverein 100.000 Spitzel anwerben. Diese sollen gezielt angeschrieben werden und dem Mieterverein Gründe für den eventuellen Leerstand ihrer Nachbarwohnungen melden. Ob beim Lauschen  an der Tür der Nachbarwohnung auch der dort gerade gehörte Feind … sorry, Rundfunksender gleich mit gemeldet werden soll, ist nicht bekannt. Quelle

Vierter Fall: Im fränkischen Rehau erhält 20 Euro Belohnung derjenige Spitzel, der Hundehalter anzeigt, die die Hinterlassenschaft ihrer Raubtiere nicht entfernen.
Berlins Politikerkaste ist sich uneinig, ob das Modell auch für Berlin sinnvoll ist. Quelle

Fünfter Fall: In Bayern wird erwogen, Achtgroschenjungen … Verzeihung, “jugendliche Testkäufer” in entsprechende Läden zu schicken, um Verkäufer von Killerspielen in die Pfanne zu hauen. Ich nehme einmal an, daß diese “Testkäufer” mehr als acht Groschen Salär erhalten. Quelle

Sechster Fall: In Niedersachsen wurden ebenfalls “jugendliche Testkäufer” losgeschickt, um Verkaufsstellen auf Alkoholausgabe an Jugendliche zu testen.
Ob sie den erworbenen Alkohol selbst tranken (unter gutmenschlicher Aufsicht), oder aber an ihren Führungsoffizier … Verzeihung, Ordnungsamt-Mitarbeiter abliefern mußten, ist nicht bekannt.

Siebter Fall: kommt sicher bald

Schild und Schwert der Partei

Deutschland entwickelt sich so, wie das die Staatssicherheit 1989 perfekt geplant hatte … planmäßig eben.

DDR 2.0. Venceremos!!!

Ach so, wie sagte Hoffmann von Fallersleben?:
” Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.”

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