Bunte Republik Deutschland

Augen auf und durch

Die Online APO entwickelt sich - und das ist gut!

Erstellt von schneemann am Montag 18. Januar 2010

Den etablierten politischen Parteien -den Statthaltern der Banken und der Großindustrie- geht es so Step by Step an den Kragen - langsam scheint den Parteibonzen ein Licht aufzugehen. Bisher waren sie alle davon überzeugt, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Ob Bildung, Politik, Kultur, Verbraucherschutz, Wirtschaft, Energie - alle Volkseintreter waren felsenfest davon überzeugt, daß nur ihre Sicht auf die Dinge die richtige sei. Nach und nach dämmert es den Volksvera*****ern aber, daß im Netz nicht mehr aufzuhaltende Bestrebungen im Gange sind, die man mit dem Begriff Demokratie von unten bezeichnen könnte und die die bisherige Parteienlandschaft in Frage stellen.

Wir Internet-User sind es leid, in den Onlineausgaben aller gleichgeschalteten Printmedien dieselben -von wem auch immer- verordneten Meinungen zu lesen, die von den Parteibonzen dem Wahlvolk als Öffentliche Meinung unterzujubeln versucht wird, während dieses schon längst zwischen veröffentlichter - und Öffentlicher Meinung sehr genau zu unterscheiden vermag.

Die in den Parteien sitzenden Volksverblöder bemerken, daß sich ihr bisher präferiertes breitbandiges und gleichzeitiges “Lösen” aller Probleme überholt hat. Sie bemerken erstaunt, daß sich eine Vielzahl von Betroffenen, von Vereinigungen, von Bürgerinitiativen, von Interessenverbänden zusammenfinden, um ganz spezifische -oft lokale- Fragen und Probleme zu erörtern, wozu keine der Parteien bisher bereit, oder auch nur willens war, sie zur Kenntnis zu nehmen.
Sie stellen mit Erstaunen fest, daß niemand ihre Partei mehr braucht. Ihr Bla-Bla in Printmedien, auf Wahlplakaten und ihre Worthülsen in sogenannten Talkshows, in denen ihnen peinlich oft nach dem Munde geredet wird, ruft beim internet-affinen Wahlvolk Hautausschlag und anschwellende Halsschlagadern hervor.

Tapfer reden sie davon, wieder mehr Wähler ihrer Coleur zu aktivieren, zu alten Werten zurückzufinden, heilige Kühe zu schlachten und ähnlichen Unsinn mehr - und es entgeht ihnen völlig daß ihnen das Heft immer mehr aus der Hand gleitet.
Merkt Euch: Die Demokratie der Zukunft wird im Internet gestaltet und die Zukunft beginnt heute. Nur Blöde verstehen das nicht.

Und besonders dumm ist, daß die Klientel, die heute noch ohne das Netz auskommt - also von den herkömmlichen Medien zu Verblöden versucht wird- zahlenmäßig immer geringer wird; sie stirbt schlichtweg aus.

Und weil die von uns bezahlten Volkstreter -bezeichnenderweise nur mit Hilfestellung normal Denkender-  dahin geführt werden sollen zu begreifen, daß durch diese Demokratie von unten ihre eigene, auf den Parteien gründende Macht, gefährdet ist, wird in fieberhaften Aktionismus verfallen, um das Netz so weit wie möglich unter Parteienkontrolle zu bringen. Das Mittel dazu: Zensur. Die unsagbare Ignoranz mit der Zensursula und die Mischpoke im Bundestag die Online-Petition zum Internetsperre-Gesetz bedachte, war bezeichnend für diese abgewirtschaftete Politikerkaste.

Gaaaaaanz langsam macht im Bundestag das Gerücht die Runde, daß in den Parteien Medienkompetenz gefragt ist und daß Nichtwissen (Zypris: Was war noch gleich mal ein Browser) und Ignoranz (Ströbele: ich war ein-, zweimal im Internet) bei der nächsten Wahl hart abgestraft werden. Es ist schlichtweg eine Schande, daß solche Leute diese Republik im Jahre 2010 regieren. Und hier gleich noch einmal. Und hier. Und hier - nein, lassen wir das.

Politiker dieser Sorte sind es also die uns Bürger beschützen wollen: Laut Heise wollen sie doch tatsächlich unsere privaten Rechner von Viren befreien; rührt das nicht zu Tränen? Sie wollen unsere Rechner von Viren freihalten! Ach die Guten. Sie nehmen wahrscheinlich an, daß die Volksverblödung inzwischen 100 % erreicht hat

Abgelegt unter Nur mal so... | 2 Kommentare »

Twitter ist schuld

Erstellt von schneemann am Sonntag 28. Juni 2009

Twittern könnte Bundestagswahl torpedieren

Mit dieser absurden Schlagzeile wird hier die Angst der Regierenden vor den Online-Medien auf den Punkt gebracht. Insbesondere der Bundeswahlleiter und Abgeordnete von SPD und Union befürchten, die Bundestagswahl könnte durch Kurznachrichten im Online-Dienst Twitter unzulässig beeinflusst werden. Erst kürzlich hatten Bundestagsabgeordnete das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl vorzeitig über Twitter verbreitet.

Die Ergebnisse der Befragungen über das tatsächliche Wahlverhalten, wird den Parteien bereits nachmittags mitgeteilt. Der Bundeswahlleiter: “Es wäre der GAU, wenn die Wählerbefragungen vor Schließung der Wahllokale öffentlich bekannt würden, womöglich müsste die Wahl wiederholt werden”.

Wiefelspütz (SPD) hält es für angebracht, über ein Verbot der Wählerbefragungen nachzudenken.

Fazit, liebe Leser draußen im Lande:

  • Die Wahl wird so lange wiederholt, bis das Ergebnis passt.
  • Twitter ist schuld, wenn eine Partei nicht wie erhofft abschneidet.
  • Sofort Twitter verbieten.
  • So lange Twitter existiert, herrscht Wahlverbot.
  • Vor die Twitterseite wird ein Stoppschild geschaltet

Die Politikerkaste fürchtet die Dienste des Web inzwischen wie der Teufel das Weihwasser.

Mein Vorschlag lautet: Die Regierung wählt sich ein anderes Volk. Basta.

Abgelegt unter Nur mal so... | Keine Kommentare »

Michael Jackson

Erstellt von schneemann am Freitag 26. Juni 2009

039_30399michael-jackson-posters

in memorian

michael jackson

29.08.1958

26.06.2008

Abgelegt unter ... heiter die Kunst | 1 Kommentar »

HH

Erstellt von schneemann am Donnerstag 25. Juni 2009

HH? Jawoll, HH! Hilfspolizei Hessen.

Na bitte, klappt doch wie am Schnürchen mit der Umgestaltung zur Deutschen Demokratischen Bundesrepublik (DDBR).

Jetzt haben wir sie endlich wieder, die offiziell bezahlten Spitzel. 7 Euro die Stunde beträgt der Judaslohn in Hessen für freiwillige Hilfspolizisten. Dafür müssen sie unbotmäßige Bürger melden - linkes Pack, rechtes Pack, Falschparker und Falschwähler - je nach Vorgabe.  Und wenn’s bei einem von denen mal nicht mit dem Nachbarn klappt, dann darf auch mal schnell ein Knöllchen geschrieben werden; denn das dürfen diese Angehörigen des Freiwilligen Polizeidienstes auch. Nicht einmal die “Freiwilligen Helfer der Volkspolizei” in der DDR hatten diese Kompetenz - aber es muß ja auch eine Weiterentwicklung geben.

Der von mir vorhergesagte siebte Fall ist damit eingetreten. Der achte Fall folgt demnächst.

Abgelegt unter Nur mal so... | Keine Kommentare »

Alles ok mit dem GG?

Erstellt von schneemann am Freitag 22. Mai 2009

Gemessenen Schrittes geht es an’s Sonntagsreden-Redner-/Rednerinnenpult, aus der Trickkiste werden ein pathetisches Vibrato für die Stimme und ein Ach-Gucke-Ich-Feierlich für das Gesicht herausgekramt.

Die Politriege kriegt sich gar nicht wieder ein. Man betont wie stolz man sei. Auf die Verfassung. Und sonst nichts. Jawohl.

Es ist wie immer - unerträgliches Wortgeklingel, mit dem Ziel, dem Volk und angeblichen “Souverän” gezielt und in voller Absicht die Sinne zu vernebeln. Es werden ohne Gnade und bis zum Erbrechen rethorische, dummdeutsche Versatzstücke aneinandergereiht.

Und doch ist eines dabei anders, als in der Vergangenheit: Der Deutsche Michel, sonst nur Stimmvieh, hat begonnen seine Schlafmütze abzuziehen und entdeckt die Kommunikationsmöglichkeiten des Internet. In den Kommentarforen der etablierten Medien könnten jene, die sich selbst als Volksvertreter bezeichnen, von A bis Z nachbuchstabieren, was von ihnen gehalten wird. Wenn diese Politikerkaste doch nur so handeln würde, wie sie es in ihren Sonntagsreden immer beschwören. Wenn sie doch nur einmal NICHT gegen den Willen des Volkes entscheiden würden.

Aber leider ist Volkes Stimme noch ziemlich leise und nach den Wahlen im September wird  -aus Sicht der Politiker- wie immer gelten: Vox Poluli Vox Dei.

Ihr lieben Volksvertreter, hört mir bitte einmal zu:
Europawahl - was ist das denn?
Bundestagswahl -wozu; Ihr macht ja doch, was wir nicht wollen.

Liebe Ossis (Wessis sind immer noch zu satt) skandiert noch mal: Wir sind das Volk!
Wir möchten endlich eine Verfassung, so wie das -trotz aller Schraubversuche nach der Wiedervereinigung- im § 146 GG verankert ist.

Und weil wir gerade dabei sind: Was spräche eigentlich dagegen, wenn dieses neue Deutschland auch eine neue Nationalhymne singen könnte:

Berthold Brecht

Kinderhymne

Anmut sparet nicht noch Mühe
Leidenschaft nicht noch Verstand
Daß ein gutes Deutschland blühe
Wie ein andres gutes Land.

Daß die Völker nicht erbleichen
Wie vor einer Räuberin
Sondern ihre Hände reichen
Uns wie andern Völkern hin.

Und nicht über und nicht unter
Andern Völkern wolln wir sein
Von der See bis zu den Alpen
Von der Oder bis zum Rhein.

Und weil wir dies Land verbessern
Lieben und beschirmen wir’s.
Und das liebste mag’s uns scheinen
So wie andern Völkern ihrs.

Melodie bei youtube

Abgelegt unter Nur mal so... | Keine Kommentare »

Man muß sie nicht unbedingt kennen …

Erstellt von schneemann am Donnerstag 21. Mai 2009

… aber wenn man sie kennt, faszinieren sie.

georg-ringsgwandlGeorg Ringsgwandl

Was ist er eigentlich? Kabarettist, das scheint festzustehen. Aber auch Liedermacher, Musiker, Sänger, Kaschper’l, Spötter, Philosoph, Philantrop, promovierter Mediziner und Verseschmied. Immer ist er skurril, manchmal bitterböse und clownesk, ohne albern zu sein. Allein seine CD-Cover lassen ahnen, wozu er auf der Bühne imstande ist. Sehr oft bleibt dem Zuhörer das Lachen im Halse stecken.

hubert-von-goisernHubert von Goisern

In ihm sehe ich den Erfinder des Alpenrock. Nicht, aber auch gar nicht  zu vergleichen mit Kloster- , Ziller- und anderen -talern und deren volkstümelnden Musikantenfreunden; von Mross und Hertel gar nicht zu reden…

In seinen rockigen -manchmal balladenhaften- Kompositionen kombiniert er Jazz und Reggae, aber auch Soul und Latin mit dem Sound der Alpen und dem Akkordeon. Es ist verblüffend zu hören, welche Resultate dieser ungewöhnliche Mix zeitigt.

Link zu Goisern & Ringsgwandl & Kryner

global-krynerGlobal Kryner

Es ist schon interessant, wie diese Gruppe altgediente Rock- und Pop-Songs -bis zurück in die 50er- aufpoliert. Was diese Formation bietet ist weder Pop, noch Schlager, noch Rock oder sonstige gängige Klassifizierung.
Sie spielen mit Jazzharmonien, wechseln Rhythmus und Tempo nach Belieben - und sind so in der Lage, jede Komposition zu “verkrynern”.
Besonders bemerkenswert ist, daß man einen typisch alpenländischen Sound hört, gepaart allerdings mit dem typischen Swing-Drive - allein, das dazu eigentlich erforderliche Schlagzeug ist in der Gruppe nicht vorhanden.

Abgelegt unter ... heiter die Kunst | Keine Kommentare »

Neue Spitzel braucht das Land

Erstellt von schneemann am Sonntag 3. Mai 2009

blockwart gesuchtIn der Bunten Republik Deutschland-DDR 2.0 greift eine zwar alte, aber immer wieder gern verwendete, Praktik um sich: Die Bespitzelung der Bevölkerung durch die Bevölkerung.
Schon zu Kaisers Zeiten unabkömmlich, im Dritten Reich u.a. durch den Blockwart institutionalisiert , in der DDR 1.0 zu Schild und Schwert des Klassenkampfes heroisiert, in der Bundesrepublik über dilettantische Versuche nie hinaus gelangt, flattern unsereins die Ohren, wenn man so die Presse/Onlinemedien verfolgt:

Erster Fall: Da verlangte die  Berliner städtische Wohnungsbaugesellschaft gehag von ihren Block … Verzeihung, Hauswarten, herauszufinden, in welchen Wohnungen gefährliche Hunde gehalten werden und belästigt ihre Mieter mit einem Brief, in dem es heißt “… Wir geben ihnen zur Kenntnis, dass unsere Hauswarte, -meister und -betreuer gehalten sind, uns jeden Mieter namentlich zu melden, der die vor genannten Hunderassen in seiner Wohnung hält.Quelle

Zweiter Fall: Die WBL Fonds Wohnungsbaugesellschaft Lichtenberg bittet “… alle Mieter, ohne Rücksicht auf nachbarschaftliche Beziehungen uns bei der Umsetzung der Berliner Hundeverordnung zu unterstützen und von der Anzeigepflicht Gebrauch zu machen.” Quelle

Dritter Fall: Da will der Berliner Mieterverein 100.000 Spitzel anwerben. Diese sollen gezielt angeschrieben werden und dem Mieterverein Gründe für den eventuellen Leerstand ihrer Nachbarwohnungen melden. Ob beim Lauschen  an der Tür der Nachbarwohnung auch der dort gerade gehörte Feind … sorry, Rundfunksender gleich mit gemeldet werden soll, ist nicht bekannt. Quelle

Vierter Fall: Im fränkischen Rehau erhält 20 Euro Belohnung derjenige Spitzel, der Hundehalter anzeigt, die die Hinterlassenschaft ihrer Raubtiere nicht entfernen.
Berlins Politikerkaste ist sich uneinig, ob das Modell auch für Berlin sinnvoll ist. Quelle

Fünfter Fall: In Bayern wird erwogen, Achtgroschenjungen … Verzeihung, “jugendliche Testkäufer” in entsprechende Läden zu schicken, um Verkäufer von Killerspielen in die Pfanne zu hauen. Ich nehme einmal an, daß diese “Testkäufer” mehr als acht Groschen Salär erhalten. Quelle

Sechster Fall: In Niedersachsen wurden ebenfalls “jugendliche Testkäufer” losgeschickt, um Verkaufsstellen auf Alkoholausgabe an Jugendliche zu testen.
Ob sie den erworbenen Alkohol selbst tranken (unter gutmenschlicher Aufsicht), oder aber an ihren Führungsoffizier … Verzeihung, Ordnungsamt-Mitarbeiter abliefern mußten, ist nicht bekannt.

Siebter Fall: kommt sicher bald

Schild und Schwert der Partei

Deutschland entwickelt sich so, wie das die Staatssicherheit 1989 perfekt geplant hatte … planmäßig eben.

DDR 2.0. Venceremos!!!

Ach so, wie sagte Hoffmann von Fallersleben?:
” Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.”

Abgelegt unter DDR 2.0 | Comments Off

BRDDR, oder was?

Erstellt von schneemann am Mittwoch 29. April 2009

flagge-brddrWer die DDR bewußt vom ersten bis zum letzten Tag ihrer Existenz erlebt hat, konstatiert, daß die sie der heutigen Bundesrepublik erschreckend ähnlich war. Schlimmer noch: Die Bundesrepublik wird der DDR zunehmend ähnlicher; DDR reloaded sozusagen.

Damit meine ich beispielsweise die Gleichschaltung der Medien, das verordnete Verharmlosen von Problemen, das befohlene Leugnen unangenehmer Tatsachen , das Aus-dem-Kaffeesatz-Lesen, der Dresscode-Unsinn, das Erfinden von Positivmeldungen, das Umdeuten von Niederlagen in Erfolge, Sprachterror-Befehle, die verschämt mit political correctness umschrieben werden u.a. .

Ja, es ist nicht zu glauben: Auch das (in der Bundesrepublik partielle) Nicht-Singen-Dürfen der Nationalhymnen ist deckungsgleich.

Vor allem das Demokratie-Geschwafel der Regierenden damals und heute ähnelt sich doch sehr. Sicher, heute kann ich frei wählen - aber ist freie Wahl alles an Demokratie? Wenn es ernst wird, hat das Volk auch hier und heute gefälligst seinen Mund zu halten. Oder kann ich mich nur nicht mehr erinnern an Volksbefragungen zum Thema Euro-Einführung, EU-Verfassung, EU-Beitritt?
Gut erinnern kann ich mich dagegen an die Worte des Berliner Regierenden Partymeisters, für den Ergebnisse einer Volksbefragung von vornherein nicht relevant sind.

Wer nach der Wende gehofft hatte, in einer echten Demokratie leben zu können, findet vor:
Eine Diktatur selbstgefälliger Politbonzen, die sich selbst als Parteiführung bezeichnen und verstehen.
Einen unerträglichen Klüngel lokaler Polit-Paten die an ihrem Filz und Mief fast ersticken.
Polit-Clowns, die auf Parties im Takte wackeln, anstatt hinter ihrem Schreibtisch zu sitzen.
Man sieht Funktionsträger, die außer dem Parteibuch keinerlei Kompetenz für ihr Amt besitzen.
Man sieht eine Armada von Staatsdienern, Hofschranzen, Befehlsempfängern und willfährigen journalistischen Steigbügelhaltern, die samt und sonders im vorauseilenden Gehorsam alles tun, damit ihre generösen Brötchengeber weiter mit Ignoranz und Arroganz gegen den Willen des Volkes regieren können.

Sogar in der DDR wurden grundlegende Gesetze, wie etwa die Verfassung, dasFamiliengesetz und das neue Zivilgesetzbuch in der Presse veröffentlicht -und soweit möglich und zugelassen- von allen Bürgern diskutiert.

Sicher, es gibt keine Toten an den heutigen Grenzen und auch kein Stasi-Gefängnis a lá Hohenschönhausen, es gibt freie Wahlen und jeder darf Schilder in die Luft halten.
Aber schon bei Repressalien gegen “Abweichler” innerhalb politischer Parteien und dem Zeigen der israelischen Staatsflagge gibt es nur noch marginale Unterschiede zwischen DDR und Bundesrepublik.

Man hätte im Zuge der Wende vieles anders und manches besser machen können, aber man wollte nicht.
Was nach dem Beitritt der Neuen Länder zu den Gebrauchten Ländern als Witz kursierte -die Vereinigung sei nur eine Übung der Staatssicherheit- ist entartet: Das war keine Übung, das ist Ernst. Die DDR hat heute 10 Neue Bezirke mehr. So ist das.

Abgelegt unter DDR 2.0 | Keine Kommentare »

ZDF endlich entkernt

Erstellt von schneemann am Donnerstag 23. April 2009

Heute wurde es bekannt: Der farblose, fahlgelbe Möchtegern-Journalist ohne Abschluß Johannes Gutfried Kerner wurde abgeschoben zum Unterschichtenfernsehen. Dort kann er weiter rundherum betroffen sein, ohne daß sein Anbiedern jemanden nervt.

In Anbetracht des Verschwindens Kernes aus dem ZDF-Fenster, aus dem er sich immer ziemlich weit hinauslehnte, ist die Betrachtung des Falles durch den Stern durchaus lesenswert.
Im Gegensatz zum Spiegel, für den Fahlgelb-Gutfried Kerner, irgendwie überhaupt nicht existierte, trifft der Stern den Nagel auf den Kopf.

Journalist-Imitator Kerner ist so, wie die Produkte, für die er Reklame macht: Farblos wie Wasser, schmierig wie fette Wurst, reißerisch wie eine Fluggesellschaft und gebildet wie ein BLÖD-Zeitungsleser.

Abgelegt unter Entkernung | 16 Kommentare »

Ein Gespenst geht um in Deutschland

Erstellt von schneemann am Sonntag 19. April 2009

das Gespenst der Rechtsphobie. Alle Mächte des neuen Deutschlands haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet, der Provinzpolitiker und der Regierungspolitiker, Merkel und Brehm *), Verfassungsschützer und deutsche Polizisten …
so könnten wohl Marx und Engels heute das Kommunistische Manifest beginnen lassen.

Benjamin Jahn Zschocke: Chemnitz - Stadt der Moderne

Es genzt ans Absurde, was da aus der sächsischen Provinz -genauer aus Chemnitz- heraus dringt: Da erhält der junge begabte Künstler Benjamin Jahn Zschocke den Auftrag ein großformatiges (30 x 10 m) Wandbild Chemnitz - Stadt der Moderne für den Speisesaal einer Berufsschule anzufertigen.

Bevor Zschocke das Bild anfertigte, wurde es in allen Gremien der Schule diskutiert. Förderverein der Schule sowie Eltern, Lehrer, und die Schüler selbst sprachen sich für das Vorhaben aus.

Nachdem das Bild fertig war, schlugen Chemnitzer Linke und Grüne Besonders-Gutmenschen plötzlich Alarm. Aaaalaaaarrrrrm!  Reflexartig wurde das Bild mit zufällig vorhandenen alten Tapetenbahnen abgehängt. AAlaaarrrm!

Ein eiligst abkommandierter berufsmäßiger Verfassungsschützer (!) erhielt daraufhin den Auftrag, das Bild nach versteckter rechtsnationaler Symbolik zu durchforsten. Er forstete und forstete, aß zwischendurch einen Happen, aber fündig wurde er nicht. Nichts, aber auch gar nichts hatte er beim Durchforsten entdeckt.

Links- und Gut-Grün: Aaaalaaarrrm! Der Verfassungsschützer ist infiltriert! Ein Auschwitz-Überlebender mußte herbei (!!!) mit dem Klassenauftrag, das Bild nach rechter Symbolik zu durchsuchen. Ergebnis: Wie gehabt.

Verdammt! Es muß doch etwas zu finden sein! Wo sind in diesem Land echte Rechtsextremismus-Experten?
Und es wurden welche gefunden: “Experten” und extremistische Symbole. Aufatmen: Da ist doch tatsächlich auf einer Kuppel des Freskos ein Kreuz zu sehen.  Aber: Es ist ein Keltenkreuz !!! Aaaaalaaarrrrrm - wir haben ein rechtes Symbol gefunden! Aufatmen bei Links und Grün.

Hhmm, daß auf etlichen Chemnitzer Kirchtürmen und -kuppeln (und darüber in ganz Europa) exakt das gleiche Kreuz blinkt -wie weiland zu DDR-Zeiten das auf der TV-Turmkugel in Berlin die DDR verhöhnente- ist für die “Experten” und Rote und Grüne Gutmenschen irrelevant.

Und noch etwas erspürten die “Experten”: Im Bild sind 5 graue, farblose Gebäude zu erkennen. AAAaalaaarrrrmm!!! Kein Zweifel, der junge Maler wollte damit auf den allierten Bombenterror am 5. März 1945 “anspielen” stellten die “Experten” fest. Das war es dann.

Eine Malerfirma verdiente ein paar Hunderter mit dem Überpinseln eines Kunstwerkes. Ein paar Handschellen klickten. Ein paar Polizei-Mannschaftswagen fuhren vom Hof der Berufsschule. Chemnitz ist endlich ein rechtsfreier Raum. Tusch. Vorhang.

Alltag in der Bundesrepublik Deutschland. Man schreibt das Jahr 2009.
DDR 2.0 reloaded

*) Chemnitzer Oberbürgermeister und Obersymboljäger (CDU)

Quellen: Faaanblogg Chemnitz; Blaue Narzisse; Berliner Zeitung;

Und für diejenigen, die das einführende Zitat im Original nachlesen möchten, bitte sehr

Update 05.05.2008

Wie die Berliner Zeitung am Wochenende entlarvte, ist auch der evangelische Berliner Dom ein Hort des Extremismus, wie dieses fotografische Machwerk beweist.

Herr Innensenator Körting: Greifen Sie sofort ein! Verbieten Sie umgehend alle Dome, oder entkreuzen Sie ihn durch Asbestsanierung (so, wie 50 Meter gegenüber geschehen).

Update 07.07.2008

Die Bundesregierung besteht aus Extremisten! Alarm!!
Hat es doch unser alle Kandesbunzlerin tatsächlich gewagt, Keltenkreuze  an Soldaten zu verleihen. Ganz klar eine extremistische Handlung, klug getarnt als Auszeichnung für Tapferkeit.

Nun, Ihr  Schnarchnasen des Chemnitzer Stadtparlamentes, was jetzt? Aufschrei und Protest, oder Entschuldigung bei Zschocke?

Abgelegt unter DDR 2.0 | 2 Kommentare »