Bunte Republik Deutschland

Augen auf und durch

Sehr geehrter Herr Udo Jürgen Bockelmann…

Erstellt von schneemann am Donnerstag 15. Juli 2010

… Sie hatten einmal -da waren Sie etwa Mitte 40- das unzähmbare Bedürfnis, sich vorzustellen, wie das so ist; das Leben mit 66. Und so brachten Sie Ihren Hit Mit 66 Jahren über die Rampe und damit unter’s Volk. Ich muß gestehen, bereits damals so ein unbestimmtes ambivalentes Gefühl diesem Stern der Partykultur gegenüber zu haben.
Einerseits sang ich -wie fast alle- Ihren durchaus gelungenen Ohrwurm mit, andererseits aber glaubte ich, daß Menschen um das besungene  Alter herum dies (das Singen) nur mit einem gequälten Lächeln tun können; die meisten jedenfalls.

Nun -inzwischen selbst in diesem Alter- stelle ich fest, daß sich Ihr Lied tatsächlich wie Hohn anhört, was sicher nicht Ihre Intention war. Aber die Frage sei erlaubt, Herr Bockelmann, ob es Ihnen ähnlich ergeht; schließlich befinden Sie sich ja bereits jenseits der 70.

Wie kommen Sie eigentlich in diesem Alter damit klar, daß die Feinmotorik nachläßt? Oder haben Sie frühmorgens etwa keine schmerzenden Fingergelenke? Ich finde, das ist schlimmer als diese kleinen schmerzenden Knötchen, die in der Handfläche unter den Fingerwurzeln vor sich hin wuchern. Ich meine, für Sie als Klavierarbeiter muß das doch besonders schlimm sein, schlimmer jedenfalls als schmerzende Füße -mit denen spielen Sie ja nicht sooo häufig auf Ihrem Markenflügel- besonders die Fußsohlen scheinen mit fortschreitendem Alter immer dünner und empfindlicher zu werden (Oder das Straßenpflaster verändert langsam seine Konsistenz - hin zu spitzen Strukturen. Was machen Sie dagegen? Teure handgefertigte 1.000-Euro-Schuhe, oder billige 2-Euro-Einlagen vom Schuhdiscounter? Also, ich schwöre ja auf Letzteres. Zwangsweise.

Und die Augen … - also ich sage Ihnen Herr Bockelmann, ein Glück daß die 88 Tasten Ihres Flügels im kontrastreichen Schwarz-Weiß gehalten sind; auch die Noten sind ja in diesen Farben notiert. Ich wage ja gar nicht daran zu denken, wenn Tasten und Noten in, in … sagen wir mal in Gelb-Grün, oder in Ocker-Rot gehalten wären - nicht auszudenken, was wir -Ihr Publikum- in diesem Fall von Ihrem Flügel hören würden …
Nun, der Kontrast ist das eine, etwas anderes ist die Sehschärfe, die Sie doch bestimmte mit Kontaktlinsen etwas nachregeln? Ich selbst bevorzuge ja das klassische Augenglas. Ehrlich, praktisch, gut; nun ja, kleiner Scherz von mir.
Also, was mich besonders nervt, sind diese langsam im Glaskörper des Auges dahintreibenden braun-schwarzen Gebilde. Fuuurchtbar sage ich Ihnen; geht es Ihnen ähnlich? Wenn diese Flatschen nicht wären, wäre die Blickfeldverengung viel leichter zu ertragen.

Was machen Sie eigentlich, wenn Ihnen mal der Kamm -Sie haben doch noch Ihr eigenes,  jungenhaftes, volles  Haar?- herunterfällt? Bücken Sie sich da höchstselbst, oder haben Sie einen Domesti… äh, einen Persönlichen Assistenten -der die Bückprozedur klaglos für Sie übernimmt- angestellt?

Ich muß Ihnen gestehen Herr Böckelmann, wenn ich mich bücken muß -weil ich mir zum Beispiel die Schuhe zubinden möchte- also, wenn ich mich mal mit schmerzenden Knien, knirschenden Wirbeln und ziehenden Wadenmuskeln bücken muß, überlege ich immer, -da ich mich ja bereits in Bodennähe befinde- gleich noch mit erledigen könnte. Also lese ich ein paar Krümel vom gestrigen Abendbrot auf, finde die vermißte M3-Schraube meiner externen Festplatte und drücke noch schnell den Telefonstecker fester in die Buchse. Allzu lange kann ich nicht unten bleiben, weil sonst der Krampf im Oberschenkel … - also, ich sage Ihnen mein Alter; dann muß schnellsten eine Tisch- oder Schrankkante in der Nähe sein…

Herr Bockelmann, sagen Sie mal ehrlich, Ihr Gehör ist doch noch in Ordnung, so halbwegs wenigstens? Sie haben doch nicht etwa einen kleinen, ektronischen Mann im Ohr? Also, ich finde das lästig. Man kann sich schließlich ein wenig darauf einrichten, daß Autos und Straßenbahnen leiser fahren, als zu der Zeit, in der Sie Ihren Meistersang schrieben.
Also was mich betrifft, bin ich etwas irritiert, daß die Audiowelt jenseit der 8 kHz nur noch als Ahnung vorhanden ist. Ich hoffe doch, daß Sie noch nicht vergessen haben, wie sich hohe und höchste Töne eigentlich anhören?

Apropos vergessen… Versemmeln Sie auch manchmal einen Konzerttermin -so wie ich Arzttermine- ? Oder vergessen Sie manchmal sogar, wie sie … hmm…  zum Beispiel den Dominant-Sept-Akkord in der Regel zur Tonika hin aufzulösen haben? Oder lassen Sie -ich will es doch nicht hoffen?- etwa gar die Quinte weg, weil dadurch die Auflösung einfacher wird?!

Ja, lieber Herr Bockelmann und sonst? Was machen die Zähne? Ich meine, die Kamera schaut Ihnen nicht nur auf die Finger, sondern -besonders bei Ihrem halbmeterhohem Lächeln- oft auch bis zur Speiseröhre.
Mein lieber Schwan, da muß man natürlich sehr sicher sein, daß die schönen, frisch geweißten Beißerchen nicht etwa klappern - heutige Mikrophone sind doch sauempfindlich.
In diesem Zusammenhang sei mir ein kleines Heinz-Erhardt-Zitat gestattet:

“Die alten Zähne wurden schlecht
und man begann sie auszureißen.
Die Neuen kamen grade recht,
um mit ihnen in’s Gras zu beißen.

Vielleicht versuchen Sie mal -aus heutiger Position- ein weiteres Lied zum Thema? Eigentlich müssten Sie bereits ähnliche Gedanken gewälzt und dabei festgestellt haben, daß die genannten Probleme wenig medienwirksam in schmissige Melodien und knapp gereimte Verse gießen lassen;
auf  “… meine Knochen knacken” gibts eben keinen stubenreinen Reim und auf  “schmerzende Gelenke” reimt sich ebenfalls nur wenig Sinnvolles.

Also ich sage Ihnen, Alter: “Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an” - das war wohl nix. Meine schmerzende Hand drauf, Herr Böckelmann.

Ach so, hatte ich doch glatt vergessen; hier, bitte. Und hier auch noch.

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Die Online APO entwickelt sich - und das ist gut!

Erstellt von schneemann am Montag 18. Januar 2010

Den etablierten politischen Parteien -den Statthaltern der Banken und der Großindustrie- geht es so Step by Step an den Kragen - langsam scheint den Parteibonzen ein Licht aufzugehen. Bisher waren sie alle davon überzeugt, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Ob Bildung, Politik, Kultur, Verbraucherschutz, Wirtschaft, Energie - alle Volkseintreter waren felsenfest davon überzeugt, daß nur ihre Sicht auf die Dinge die richtige sei. Nach und nach dämmert es den Volksvera*****ern aber, daß im Netz nicht mehr aufzuhaltende Bestrebungen im Gange sind, die man mit dem Begriff Demokratie von unten bezeichnen könnte und die die bisherige Parteienlandschaft in Frage stellen.

Wir Internet-User sind es leid, in den Onlineausgaben aller gleichgeschalteten Printmedien dieselben -von wem auch immer- verordneten Meinungen zu lesen, die von den Parteibonzen dem Wahlvolk als Öffentliche Meinung unterzujubeln versucht wird, während dieses schon längst zwischen veröffentlichter - und Öffentlicher Meinung sehr genau zu unterscheiden vermag.

Die in den Parteien sitzenden Volksverblöder bemerken, daß sich ihr bisher präferiertes breitbandiges und gleichzeitiges “Lösen” aller Probleme überholt hat. Sie bemerken erstaunt, daß sich eine Vielzahl von Betroffenen, von Vereinigungen, von Bürgerinitiativen, von Interessenverbänden zusammenfinden, um ganz spezifische -oft lokale- Fragen und Probleme zu erörtern, wozu keine der Parteien bisher bereit, oder auch nur willens war, sie zur Kenntnis zu nehmen.
Sie stellen mit Erstaunen fest, daß niemand ihre Partei mehr braucht. Ihr Bla-Bla in Printmedien, auf Wahlplakaten und ihre Worthülsen in sogenannten Talkshows, in denen ihnen peinlich oft nach dem Munde geredet wird, ruft beim internet-affinen Wahlvolk Hautausschlag und anschwellende Halsschlagadern hervor.

Tapfer reden sie davon, wieder mehr Wähler ihrer Coleur zu aktivieren, zu alten Werten zurückzufinden, heilige Kühe zu schlachten und ähnlichen Unsinn mehr - und es entgeht ihnen völlig daß ihnen das Heft immer mehr aus der Hand gleitet.
Merkt Euch: Die Demokratie der Zukunft wird im Internet gestaltet und die Zukunft beginnt heute. Nur Blöde verstehen das nicht.

Und besonders dumm ist, daß die Klientel, die heute noch ohne das Netz auskommt - also von den herkömmlichen Medien zu Verblöden versucht wird- zahlenmäßig immer geringer wird; sie stirbt schlichtweg aus.

Und weil die von uns bezahlten Volkstreter -bezeichnenderweise nur mit Hilfestellung normal Denkender-  dahin geführt werden sollen zu begreifen, daß durch diese Demokratie von unten ihre eigene, auf den Parteien gründende Macht, gefährdet ist, wird in fieberhaften Aktionismus verfallen, um das Netz so weit wie möglich unter Parteienkontrolle zu bringen. Das Mittel dazu: Zensur. Die unsagbare Ignoranz mit der Zensursula und die Mischpoke im Bundestag die Online-Petition zum Internetsperre-Gesetz bedachte, war bezeichnend für diese abgewirtschaftete Politikerkaste.

Gaaaaaanz langsam macht im Bundestag das Gerücht die Runde, daß in den Parteien Medienkompetenz gefragt ist und daß Nichtwissen (Zypris: Was war noch gleich mal ein Browser) und Ignoranz (Ströbele: ich war ein-, zweimal im Internet) bei der nächsten Wahl hart abgestraft werden. Es ist schlichtweg eine Schande, daß solche Leute diese Republik im Jahre 2010 regieren. Und hier gleich noch einmal. Und hier. Und hier - nein, lassen wir das.

Politiker dieser Sorte sind es also die uns Bürger beschützen wollen: Laut Heise wollen sie doch tatsächlich unsere privaten Rechner von Viren befreien; rührt das nicht zu Tränen? Sie wollen unsere Rechner von Viren freihalten! Ach die Guten. Sie nehmen wahrscheinlich an, daß die Volksverblödung inzwischen 100 % erreicht hat

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Twitter ist schuld

Erstellt von schneemann am Sonntag 28. Juni 2009

Twittern könnte Bundestagswahl torpedieren

Mit dieser absurden Schlagzeile wird hier die Angst der Regierenden vor den Online-Medien auf den Punkt gebracht. Insbesondere der Bundeswahlleiter und Abgeordnete von SPD und Union befürchten, die Bundestagswahl könnte durch Kurznachrichten im Online-Dienst Twitter unzulässig beeinflusst werden. Erst kürzlich hatten Bundestagsabgeordnete das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl vorzeitig über Twitter verbreitet.

Die Ergebnisse der Befragungen über das tatsächliche Wahlverhalten, wird den Parteien bereits nachmittags mitgeteilt. Der Bundeswahlleiter: “Es wäre der GAU, wenn die Wählerbefragungen vor Schließung der Wahllokale öffentlich bekannt würden, womöglich müsste die Wahl wiederholt werden”.

Wiefelspütz (SPD) hält es für angebracht, über ein Verbot der Wählerbefragungen nachzudenken.

Fazit, liebe Leser draußen im Lande:

  • Die Wahl wird so lange wiederholt, bis das Ergebnis passt.
  • Twitter ist schuld, wenn eine Partei nicht wie erhofft abschneidet.
  • Sofort Twitter verbieten.
  • So lange Twitter existiert, herrscht Wahlverbot.
  • Vor die Twitterseite wird ein Stoppschild geschaltet

Die Politikerkaste fürchtet die Dienste des Web inzwischen wie der Teufel das Weihwasser.

Mein Vorschlag lautet: Die Regierung wählt sich ein anderes Volk. Basta.

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Michael Jackson

Erstellt von schneemann am Freitag 26. Juni 2009

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michael jackson

29.08.1958

25.06.2008

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HH

Erstellt von schneemann am Donnerstag 25. Juni 2009

HH? Jawoll, HH! Hilfspolizei Hessen.

Na bitte, klappt doch wie am Schnürchen mit der Umgestaltung zur Deutschen Demokratischen Bundesrepublik (DDBR).

Jetzt haben wir sie endlich wieder, die offiziell bezahlten Spitzel. 7 Euro die Stunde beträgt der Judaslohn in Hessen für freiwillige Hilfspolizisten. Dafür müssen sie unbotmäßige Bürger melden - linkes Pack, rechtes Pack, Falschparker und Falschwähler - je nach Vorgabe.  Und wenn’s bei einem von denen mal nicht mit dem Nachbarn klappt, dann darf auch mal schnell ein Knöllchen geschrieben werden; denn das dürfen diese Angehörigen des Freiwilligen Polizeidienstes auch. Nicht einmal die “Freiwilligen Helfer der Volkspolizei” in der DDR hatten diese Kompetenz - aber es muß ja auch eine Weiterentwicklung geben.

Der von mir vorhergesagte siebte Fall ist damit eingetreten. Der achte Fall folgt demnächst.

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Alles ok mit dem GG?

Erstellt von schneemann am Freitag 22. Mai 2009

Gemessenen Schrittes geht es an’s Sonntagsreden-Redner-/Rednerinnenpult, aus der Trickkiste werden ein pathetisches Vibrato für die Stimme und ein Ach-Gucke-Ich-Feierlich für das Gesicht herausgekramt.

Die Politriege kriegt sich gar nicht wieder ein. Man betont wie stolz man sei. Auf die Verfassung. Und sonst nichts. Jawohl.

Es ist wie immer - unerträgliches Wortgeklingel, mit dem Ziel, dem Volk und angeblichen “Souverän” gezielt und in voller Absicht die Sinne zu vernebeln. Es werden ohne Gnade und bis zum Erbrechen rethorische, dummdeutsche Versatzstücke aneinandergereiht.

Und doch ist eines dabei anders, als in der Vergangenheit: Der Deutsche Michel, sonst nur Stimmvieh, hat begonnen seine Schlafmütze abzuziehen und entdeckt die Kommunikationsmöglichkeiten des Internet. In den Kommentarforen der etablierten Medien könnten jene, die sich selbst als Volksvertreter bezeichnen, von A bis Z nachbuchstabieren, was von ihnen gehalten wird. Wenn diese Politikerkaste doch nur so handeln würde, wie sie es in ihren Sonntagsreden immer beschwören. Wenn sie doch nur einmal NICHT gegen den Willen des Volkes entscheiden würden.

Aber leider ist Volkes Stimme noch ziemlich leise und nach den Wahlen im September wird  -aus Sicht der Politiker- wie immer gelten: Vox Poluli Vox Dei.

Ihr lieben Volksvertreter, hört mir bitte einmal zu:
Europawahl - was ist das denn?
Bundestagswahl -wozu; Ihr macht ja doch, was wir nicht wollen.

Liebe Ossis (Wessis sind immer noch zu satt) skandiert noch mal: Wir sind das Volk!
Wir möchten endlich eine Verfassung, so wie das -trotz aller Schraubversuche nach der Wiedervereinigung- im § 146 GG verankert ist.

Und weil wir gerade dabei sind: Was spräche eigentlich dagegen, wenn dieses neue Deutschland auch eine neue Nationalhymne singen könnte:

Berthold Brecht

Kinderhymne

Anmut sparet nicht noch Mühe
Leidenschaft nicht noch Verstand
Daß ein gutes Deutschland blühe
Wie ein andres gutes Land.

Daß die Völker nicht erbleichen
Wie vor einer Räuberin
Sondern ihre Hände reichen
Uns wie andern Völkern hin.

Und nicht über und nicht unter
Andern Völkern wolln wir sein
Von der See bis zu den Alpen
Von der Oder bis zum Rhein.

Und weil wir dies Land verbessern
Lieben und beschirmen wir’s.
Und das liebste mag’s uns scheinen
So wie andern Völkern ihrs.

Melodie bei youtube

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Man muß sie nicht unbedingt kennen …

Erstellt von schneemann am Donnerstag 21. Mai 2009

… aber wenn man sie kennt, faszinieren sie.

georg-ringsgwandlGeorg Ringsgwandl

Was ist er eigentlich? Kabarettist, das scheint festzustehen. Aber auch Liedermacher, Musiker, Sänger, Kaschper’l, Spötter, Philosoph, Philantrop, promovierter Mediziner und Verseschmied. Immer ist er skurril, manchmal bitterböse und clownesk, ohne albern zu sein. Allein seine CD-Cover lassen ahnen, wozu er auf der Bühne imstande ist. Sehr oft bleibt dem Zuhörer das Lachen im Halse stecken.

hubert-von-goisernHubert von Goisern

In ihm sehe ich den Erfinder des Alpenrock. Nicht, aber auch gar nicht  zu vergleichen mit Kloster- , Ziller- und anderen -talern und deren volkstümelnden Musikantenfreunden; von Mross und Hertel gar nicht zu reden…

In seinen rockigen -manchmal balladenhaften- Kompositionen kombiniert er Jazz und Reggae, aber auch Soul und Latin mit dem Sound der Alpen und dem Akkordeon. Es ist verblüffend zu hören, welche Resultate dieser ungewöhnliche Mix zeitigt.

Link zu Goisern & Ringsgwandl & Kryner

global-krynerGlobal Kryner

Es ist schon interessant, wie diese Gruppe altgediente Rock- und Pop-Songs -bis zurück in die 50er- aufpoliert. Was diese Formation bietet ist weder Pop, noch Schlager, noch Rock oder sonstige gängige Klassifizierung.
Sie spielen mit Jazzharmonien, wechseln Rhythmus und Tempo nach Belieben - und sind so in der Lage, jede Komposition zu “verkrynern”.
Besonders bemerkenswert ist, daß man einen typisch alpenländischen Sound hört, gepaart allerdings mit dem typischen Swing-Drive - allein, das dazu eigentlich erforderliche Schlagzeug ist in der Gruppe nicht vorhanden.

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Neue Spitzel braucht das Land

Erstellt von schneemann am Sonntag 3. Mai 2009

blockwart gesuchtIn der Bunten Republik Deutschland-DDR 2.0 greift eine zwar alte, aber immer wieder gern verwendete, Praktik um sich: Die Bespitzelung der Bevölkerung durch die Bevölkerung.
Schon zu Kaisers Zeiten unabkömmlich, im Dritten Reich u.a. durch den Blockwart institutionalisiert , in der DDR 1.0 zu Schild und Schwert des Klassenkampfes heroisiert, in der Bundesrepublik über dilettantische Versuche nie hinaus gelangt, flattern unsereins die Ohren, wenn man so die Presse/Onlinemedien verfolgt:

Erster Fall: Da verlangte die  Berliner städtische Wohnungsbaugesellschaft gehag von ihren Block … Verzeihung, Hauswarten, herauszufinden, in welchen Wohnungen gefährliche Hunde gehalten werden und belästigt ihre Mieter mit einem Brief, in dem es heißt “… Wir geben ihnen zur Kenntnis, dass unsere Hauswarte, -meister und -betreuer gehalten sind, uns jeden Mieter namentlich zu melden, der die vor genannten Hunderassen in seiner Wohnung hält.Quelle

Zweiter Fall: Die WBL Fonds Wohnungsbaugesellschaft Lichtenberg bittet “… alle Mieter, ohne Rücksicht auf nachbarschaftliche Beziehungen uns bei der Umsetzung der Berliner Hundeverordnung zu unterstützen und von der Anzeigepflicht Gebrauch zu machen.” Quelle

Dritter Fall: Da will der Berliner Mieterverein 100.000 Spitzel anwerben. Diese sollen gezielt angeschrieben werden und dem Mieterverein Gründe für den eventuellen Leerstand ihrer Nachbarwohnungen melden. Ob beim Lauschen  an der Tür der Nachbarwohnung auch der dort gerade gehörte Feind … sorry, Rundfunksender gleich mit gemeldet werden soll, ist nicht bekannt. Quelle

Vierter Fall: Im fränkischen Rehau erhält 20 Euro Belohnung derjenige Spitzel, der Hundehalter anzeigt, die die Hinterlassenschaft ihrer Raubtiere nicht entfernen.
Berlins Politikerkaste ist sich uneinig, ob das Modell auch für Berlin sinnvoll ist. Quelle

Fünfter Fall: In Bayern wird erwogen, Achtgroschenjungen … Verzeihung, “jugendliche Testkäufer” in entsprechende Läden zu schicken, um Verkäufer von Killerspielen in die Pfanne zu hauen. Ich nehme einmal an, daß diese “Testkäufer” mehr als acht Groschen Salär erhalten. Quelle

Sechster Fall: In Niedersachsen wurden ebenfalls “jugendliche Testkäufer” losgeschickt, um Verkaufsstellen auf Alkoholausgabe an Jugendliche zu testen.
Ob sie den erworbenen Alkohol selbst tranken (unter gutmenschlicher Aufsicht), oder aber an ihren Führungsoffizier … Verzeihung, Ordnungsamt-Mitarbeiter abliefern mußten, ist nicht bekannt.

Siebter Fall: kommt sicher bald

Schild und Schwert der Partei

Deutschland entwickelt sich so, wie das die Staatssicherheit 1989 perfekt geplant hatte … planmäßig eben.

DDR 2.0. Venceremos!!!

Ach so, wie sagte Hoffmann von Fallersleben?:
” Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.”

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BRDDR, oder was?

Erstellt von schneemann am Mittwoch 29. April 2009

flagge-brddrWer die DDR bewußt vom ersten bis zum letzten Tag ihrer Existenz erlebt hat, konstatiert, daß die sie der heutigen Bundesrepublik erschreckend ähnlich war. Schlimmer noch: Die Bundesrepublik wird der DDR zunehmend ähnlicher; DDR reloaded sozusagen.

Damit meine ich beispielsweise die Gleichschaltung der Medien, das verordnete Verharmlosen von Problemen, das befohlene Leugnen unangenehmer Tatsachen , das Aus-dem-Kaffeesatz-Lesen, der Dresscode-Unsinn, das Erfinden von Positivmeldungen, das Umdeuten von Niederlagen in Erfolge, Sprachterror-Befehle, die verschämt mit political correctness umschrieben werden u.a. .

Ja, es ist nicht zu glauben: Auch das (in der Bundesrepublik partielle) Nicht-Singen-Dürfen der Nationalhymnen ist deckungsgleich.

Vor allem das Demokratie-Geschwafel der Regierenden damals und heute ähnelt sich doch sehr. Sicher, heute kann ich frei wählen - aber ist freie Wahl alles an Demokratie? Wenn es ernst wird, hat das Volk auch hier und heute gefälligst seinen Mund zu halten. Oder kann ich mich nur nicht mehr erinnern an Volksbefragungen zum Thema Euro-Einführung, EU-Verfassung, EU-Beitritt?
Gut erinnern kann ich mich dagegen an die Worte des Berliner Regierenden Partymeisters, für den Ergebnisse einer Volksbefragung von vornherein nicht relevant sind.

Wer nach der Wende gehofft hatte, in einer echten Demokratie leben zu können, findet vor:
Eine Diktatur selbstgefälliger Politbonzen, die sich selbst als Parteiführung bezeichnen und verstehen.
Einen unerträglichen Klüngel lokaler Polit-Paten die an ihrem Filz und Mief fast ersticken.
Polit-Clowns, die auf Parties im Takte wackeln, anstatt hinter ihrem Schreibtisch zu sitzen.
Man sieht Funktionsträger, die außer dem Parteibuch keinerlei Kompetenz für ihr Amt besitzen.
Man sieht eine Armada von Staatsdienern, Hofschranzen, Befehlsempfängern und willfährigen journalistischen Steigbügelhaltern, die samt und sonders im vorauseilenden Gehorsam alles tun, damit ihre generösen Brötchengeber weiter mit Ignoranz und Arroganz gegen den Willen des Volkes regieren können.

Sogar in der DDR wurden grundlegende Gesetze, wie etwa die Verfassung, dasFamiliengesetz und das neue Zivilgesetzbuch in der Presse veröffentlicht -und soweit möglich und zugelassen- von allen Bürgern diskutiert.

Sicher, es gibt keine Toten an den heutigen Grenzen und auch kein Stasi-Gefängnis a lá Hohenschönhausen, es gibt freie Wahlen und jeder darf Schilder in die Luft halten.
Aber schon bei Repressalien gegen “Abweichler” innerhalb politischer Parteien und dem Zeigen der israelischen Staatsflagge gibt es nur noch marginale Unterschiede zwischen DDR und Bundesrepublik.

Man hätte im Zuge der Wende vieles anders und manches besser machen können, aber man wollte nicht.
Was nach dem Beitritt der Neuen Länder zu den Gebrauchten Ländern als Witz kursierte -die Vereinigung sei nur eine Übung der Staatssicherheit- ist entartet: Das war keine Übung, das ist Ernst. Die DDR hat heute 10 Neue Bezirke mehr. So ist das.

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ZDF endlich entkernt

Erstellt von schneemann am Donnerstag 23. April 2009

Heute wurde es bekannt: Der farblose, fahlgelbe Möchtegern-Journalist ohne Abschluß Johannes Gutfried Kerner wurde abgeschoben zum Unterschichtenfernsehen. Dort kann er weiter rundherum betroffen sein, ohne daß sein Anbiedern jemanden nervt.

In Anbetracht des Verschwindens Kernes aus dem ZDF-Fenster, aus dem er sich immer ziemlich weit hinauslehnte, ist die Betrachtung des Falles durch den Stern durchaus lesenswert.
Im Gegensatz zum Spiegel, für den Fahlgelb-Gutfried Kerner, irgendwie überhaupt nicht existierte, trifft der Stern den Nagel auf den Kopf.

Journalist-Imitator Kerner ist so, wie die Produkte, für die er Reklame macht: Farblos wie Wasser, schmierig wie fette Wurst, reißerisch wie eine Fluggesellschaft und gebildet wie ein BLÖD-Zeitungsleser.

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