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(II) ...und heiter die Kunst

Happy Doris BirthDay

doris day wird neunzig
Doris Day ist 90 geworden

Sie wird Neunzig. Heute. Alles Gute.

Immer, wenn ich Doris Day in einem Film sehe, riecht es nach Sei­fe. Das gewag­tes­te Film­kos­tüm, das sie je trug, war wahr­schein­lich ein Pyja­ma für Zwei.
Trotz­dem: Hap­py Bir­th­day Doris! This is your day, enjoy!

Bit­te, Miss Day – ein­mal noch Ihr Sen­ti­men­tal Journey

Nichts für ungut Bockelmann

Sie hat­ten ein­mal ‑da waren Sie etwa Mit­te 40- das unzähm­ba­re Bedürf­nis, sich vor­zu­stel­len, wie das so ist – das Leben mit 66. Und so brach­ten Sie Ihren Hit Mit 66 Jah­ren über die Ram­pe und damit unter’s Volk. Ich muß geste­hen, bereits damals so ein unbe­stimm­tes ambi­va­len­tes Gefühl die­sem Stern der Par­ty­kul­tur gegen­über zu haben.
Einer­seits sang ich ‑wie fast alle- Ihren durch­aus gelun­ge­nen Ohr­wurm mit, ande­rer­seits aber glaub­te ich, daß viel­leicht nicht weni­ge Men­schen um das besun­ge­ne  Alter her­um dies (das Sin­gen) nur mit einem gequäl­ten Lächeln tun können.

Nun ‑inzwi­schen selbst in die­sem Alter- stel­le ich fest, daß sich Ihr Lied ein wenig nach Hohn anhört, was sicher nicht Ihre Inten­ti­on war. Aber trotz­dem sei die Fra­ge erlaubt, Herr Bockel­mann, ob es Ihnen ähn­lich ergeht; schließ­lich befin­den Sie sich ja bereits jen­seits der 70.
Wie kom­men Sie eigent­lich in die­sem Alter damit klar, daß die Fein­mo­to­rik nach­läßt? Oder haben Sie früh­mor­gens etwa kei­ne schmer­zen­den Fin­ger­ge­len­ke? Ich fin­de, das ist schlim­mer als die­se klei­nen schmer­zen­den Knöt­chen, die in der Hand­flä­che unter den Fing­erwur­zeln vor sich hin wuchern. Für Sie als Kla­vier­ar­bei­ter muß das doch beson­ders schlimm sein, schlim­mer jeden­falls als schmer­zen­de Füße ‑mit denen spie­len Sie ja nicht sooo häu­fig auf Ihrem Mar­ken­flü­gel- beson­ders die Fuß­soh­len schei­nen mit fort­schrei­ten­dem Alter immer dün­ner und emp­find­li­cher zu wer­den (Oder das Stra­ßen­pflas­ter ver­än­dert lang­sam sei­ne Kon­sis­tenz – hin zu spit­zen Struk­tu­ren. Was machen Sie dage­gen? Teu­re hand­ge­fer­tig­te 1.000-Euro-Schuhe, oder bil­li­ge 2‑Eu­ro-Ein­la­gen vom Schuh­dis­coun­ter? Also, ich schwö­re ja auf Letz­te­res. Zwangsweise.

Und die Augen … – also ich sage Ihnen Herr Bockel­mann, ein Glück daß die 88 Tas­ten Ihres Flü­gels im kon­trast­rei­chen Schwarz-Weiß gehal­ten sind; auch die Noten sind ja in die­sen Far­ben notiert. Ich wage ja gar nicht dar­an zu den­ken, wenn Tas­ten und Noten in, in … sagen wir mal in Gelb-Grün, oder in Ocker-Rot gehal­ten wären – nicht aus­zu­den­ken, was wir ‑Ihr Publi­kum- in die­sem Fall von Ihrem Flü­gel hören wür­den …
Nun, der Kon­trast ist das eine, etwas ande­res ist die Seh­schär­fe, die Sie doch bestimm­te mit Kon­takt­lin­sen etwas nach­re­geln? Ich selbst bevor­zu­ge ja das klas­si­sche Augen­glas. Ehr­lich, prak­tisch, gut; nun ja, klei­ner Scherz von mir.

Also, was mich beson­ders nervt, sind die­se lang­sam im Glas­kör­per des Auges dahin­trei­ben­den braun-schwar­zen Gebil­de. Fuuurcht­bar sage ich Ihnen; geht es Ihnen ähn­lich? Wenn die­se Flat­schen nicht wären, wäre die Blick­feld­ver­en­gung viel leich­ter zu ertragen.

Was machen Sie eigent­lich, wenn Ihnen mal der Kamm ‑Sie haben doch noch Ihr eige­nes,  jun­gen­haf­tes, vol­les  Haar?- her­un­ter­fällt? Bücken Sie sich da höchst­selbst, oder haben Sie einen Domes­ti… äh, einen Per­sön­li­chen Assis­ten­ten ‑der die Bück­pro­ze­dur klag­los für Sie über­nimmt- angestellt?

Ich muß Ihnen geste­hen Herr Bockel­mann, wenn ich mich bücken muß ‑weil ich mir zum Bei­spiel die Schu­he zubin­den möch­te- also, wenn ich mich mal mit schmer­zen­den Knien, knir­schen­den Wir­beln und zie­hen­den Waden­mus­keln bücken muß, über­le­ge ich immer, ‑da ich mich ja bereits in Boden­nä­he befin­de- gleich noch mit erle­di­gen könn­te. Also lese ich ein paar Krü­mel vom gest­ri­gen Abend­brot auf, fin­de die ver­miß­te M3-Schrau­be mei­ner exter­nen Fest­plat­te und drü­cke noch schnell den Tele­fon­ste­cker fes­ter in die Buch­se. All­zu lan­ge kann ich nicht unten blei­ben, weil sonst der Krampf im Ober­schen­kel … – also, ich sage Ihnen mein Alter; dann muß schnells­ten eine Tisch- oder Schrank­kan­te in der Nähe sein…

Herr Bockel­mann, sagen Sie mal ehr­lich, Ihr Gehör ist doch noch in Ord­nung, so halb­wegs wenigs­tens? Sie haben doch nicht etwa einen klei­nen, ektro­ni­schen Mann im Ohr? Also, ich fin­de das läs­tig. Man kann sich schließ­lich ein wenig dar­auf ein­rich­ten, daß Autos und Stra­ßen­bah­nen lei­ser fah­ren, als zu der Zeit, in der Sie Ihren Meis­ter­sang schrieben.

Also was mich betrifft, bin ich etwas irri­tiert, daß die Audio­welt jen­seit der 8 kHz nur noch als Ahnung vor­han­den ist. Ich hof­fe doch, daß Sie noch nicht ver­ges­sen haben, wie sich hohe und höchs­te Töne eigent­lich anhören?

Apro­pos ver­ges­sen… Ver­sem­meln Sie auch manch­mal einen Kon­zert­ter­min ‑so wie ich Arzt­ter­mi­ne- ? Oder ver­ges­sen Sie manch­mal sogar, wie sie … hmm…  zum Bei­spiel den Domi­nant-Sept-Akkord in der Regel zur Toni­ka hin auf­zu­lö­sen haben? Oder las­sen Sie ‑ich will es doch nicht hof­fen?- etwa gar die Quin­te weg, weil dadurch die Auf­lö­sung ein­fa­cher wird?!

Ja, lie­ber Herr Bockel­mann und sonst? Was machen die Zäh­ne? Ich mei­ne, die Kame­ra schaut Ihnen nicht nur auf die Fin­ger, son­dern ‑beson­ders bei Ihrem halb­me­ter­ho­hem Lächeln- oft auch bis zur Spei­se­röh­re.
Mein lie­ber Schwan, da muß man natür­lich sehr sicher sein, daß die schö­nen, frisch geweiß­ten Bei­ßer­chen nicht etwa klap­pern – heu­ti­ge Mikro­pho­ne sind doch sauemp­find­lich.
In die­sem Zusam­men­hang sei mir ein klei­nes Heinz-Erhardt-Zitat gestat­tet:

Die alten Zäh­ne wur­den schlecht
und man begann sie aus­zu­rei­ßen.
Die Neu­en kamen gra­de recht,
um mit ihnen in’s Gras zu beißen.

 Viel­leicht ver­su­chen Sie mal ‑aus heu­ti­ger Posi­ti­on- ein wei­te­res Lied zum The­ma? Eigent­lich müss­ten Sie bereits ähn­li­che Gedan­ken gewälzt und dabei fest­ge­stellt haben, daß die genann­ten Pro­ble­me wenig medi­en­wirk­sam in schmis­si­ge Melo­dien und knapp gereim­te Ver­se gie­ßen las­sen; auf  “… mei­ne Kno­chen kna­cken” gibts eben kei­nen stu­ben­rei­nen Reim und auf  “schmer­zen­de Gelen­ke” reimt sich eben­falls nur wenig Sinn­vol­les.
Also ich sage Ihnen, Alter: “Mit 66 Jah­ren, da fängt das Leben an” – das war wohl nix. Mei­ne schmer­zen­de Hand drauf, Herr Bockel­mann.
Ach so, hat­te ich doch glatt ver­ges­sen; hier, bit­te. Und hier auch noch.

Man muss sie nicht kennen, …

… aber wenn man sie ein­mal gehört hat, dann fas­zi­nie­ren sie.

georg ringsgwandl

Georg Rinsgwandl

Was ist er eigent­lich, der beken­nen­de Zither­lieb­ha­ber? Kaba­ret­tist – das scheint fest­zu­ste­hen. Aber auch Lie­der­ma­cher, Musi­ker, Sän­ger, Kaschper’l, Spöt­ter, Phi­lo­soph, Phil­an­trop, pro­mo­vier­ter Medi­zi­ner und Verseschmied.
Immer ist er skur­ril, manch­mal bit­ter­bö­se, auch nach­denk­lich und ernst, dann wie­der clow­nesk.
Aber eines ist er nie: albern. Allein sei­ne CD-Cover las­sen ahnen, wozu er auf der Büh­ne imstan­de ist. Sehr oft bleibt dem Zuhö­rer das Lachen im Hal­se stecken.
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Hubert von Goisern

In ihm sehe ich den Erfin­der des Alpenrock.
Nicht, aber auch über­haupt nicht  zu ver­glei­chen mit Klos­ter- , Zil­ler- und ande­ren -talern und deren volks­tü­meln­den Musi­kan­ten­freun­den; von Hin­ter­seer, Mross und Her­tel gar nicht zu reden…
In sei­nen rocki­gen, bis hin zu bal­la­den­haf­ten Kom­po­si­tio­nen kom­bi­niert er Jazz und Reg­gae, aber auch Soul und Latin mit dem Sound der Alpen und den Mes­sing­blech­zun­gen des Akkor­de­ons. Es ist ver­blüf­fend zu hören, wel­che Resul­ta­te die­ser unge­wöhn­li­che Mix zeitigt.
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Glo­bal Kryner

Es ist schon inter­es­sant, wie die­se Grup­pe alt­ge­dien­te Rock- und Pop-Songs ‑bis zurück in die 50er- auf­po­liert. Was die­se For­ma­ti­on bie­tet ist weder Pop, noch Schla­ger, noch Rock oder sons­ti­ge gän­gi­ge Klassifizierung. 
Sie ver­wen­den Jazz­har­mo­nien, wech­seln Rhyth­mus und Tem­po nach Belie­ben – und sind so in der Lage, jede Kom­po­si­ti­on zu “ver­kry­nern”. Beson­ders bemer­kens­wert ist, daß man zwar einen alpen­län­di­schen Sound hört, gepaart aller­dings mit dem typi­schen Swing-Dri­ve – allein, das dazu eigent­lich erfor­der­li­che Schlag­zeug ist in der Grup­pe nicht vorhanden.
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