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Tag: Politiker

Am deutschen Wesen soll die Welt genesen #2

Die Schwei­zer haben abge­stimmt – gegen die Mas­sen-Zuwan­de­rung von Aus­län­dern. Und was fällt deut­schen »Demo­kra­ten« und die ihnen höri­genund gleich­ge­schal­te­ten Medi­en dazu ein? Sie beschimp­fen wie­der ein­mal die Bewoh­ner eines sou­ve­rä­nen Staa­tes und UN-Mit­glieds ob ihres höchst demo­kra­ti­schen Votums.
Was erlau­ben Schweiz?! Wie­der ein­mal haben die Eid­ge­nos­sen ihren Ober­leh­rer Deutsch­land nicht um Rat gefragt. Sie hät­ten dann schon zu  hören bekom­men, wie Volks­be­fra­gun­gen aus­zu­ge­hen haben, schließ­lich hat Deutsch­land auf die­sem Gebiet eine star­ke Tra­di­ti­on. Schwei­zer ware schwa­che, wie Fla­sche leer!

ralf_stegner_spdDer immer sehr sym­pa­thisch rüber­kom­men­de stell­ver­tre­ten­de SPD-Vor­sit­zen­de Ralf »Flie­ge« Steg­ner,  die­ser rote Ober­in­dia­ner  twit­ter­te »Die spin­nen, die Schwei­zer!«. Und: »Geis­ti­ge Abschot­tung kann leicht zur Ver­blö­dung füh­ren.« Der Mann weiß Bescheid.

Wolfgang-Schaeuble-cdu

Finanz­mi­nis­ter Wolf­gang »Kral­le« Schäub­le erhebt ankla­gend sei­ne gekrümm­te Rech­te: »Die­se Ent­schei­dung wird eine Men­ge Schwie­rig­kei­ten für die Schweiz ver­ur­sa­chen« droh­te er in ARD-Kame­ras. Ja, so sind sie, deut­sche Demo­kra­ten, wenn mal ernst gemacht wird mit Demo­kra­tie. Sie rei­hen sich ein, in die Kaval­le­rie eines Peer »Leut­nant« Stein­brück.

Und nie­mand von den ach so unab­hän­gi­gen Jour­na­lis­ten stellt die Gretchenfrage…

Journalisten & Moderatoren: Stoppt endlich das Dummdeutsch!

Wonach die hin­ter ihren Stu­dio-The­ken agie­ren­den Promp­ter-Able­ser diver­ser TV-Sen­der für ihren Job aus­ge­wählt wur­den, erschließt sich mir nicht. Jour­na­lis­ti­sche Kom­pe­tenz kann es in vie­len Fäl­len nicht sein.
Wie sonst kann es pas­sie­ren,  daß die­se Mode­ra­to­ren bedin­gungs dem Dumm­deutsch ver­fal­le­nen Poli­ti­kern ein Forum für deren Sprach­müll bie­ten? War­um for­dern sie von ihren Gesprächs­part­nern kei­ne nor­ma­le Spra­che ein? War­um wer­den die­se Wort­scha­blo­nen benut­zen­den und Sprech­bla­sen auf­pum­pen­den Sprach­be­su­de­ler von den Damen und Her­ren der Stu­dio­be­sat­zung nicht in ihre Schran­ken ver­wie­sen?
Es wäre so ein­fach Ihnen zu sagen “Unse­re Hörer/​Zuschauer sind IHRE Wäh­ler und haben haben IHNEN ein Man­dat gege­ben, SIE haben UNSERE Inter­es­sen zu ver­tre­ten; dies ist ein Öffent­lich-Recht­li­cher Sen­der, also ant­wor­ten Sie doch bit­te auf mei­ne Fra­gen klar und deut­lich.”
Über die Beant­wor­tung gestell­ter Fra­gen durch Jene rede ich gar nicht erst – nach­ha­ken ken­nen nur weni­ge Stu­dio-Läch­ler. Es ist zum Steine-Erbarmen. 

War­um hat die Stu­dio­be­sat­zung nicht den Mumm das uner­träg­li­che Polit-Schran­zen-Gut­sprech zu stop­pen? Aber nein, unver­dros­sen las­sen sie die­se Sprach­ver­un­stal­ter immer und immer wie­der in ihrer Wort- und Sprach­müll­kis­te kra­men, um die dar­aus her­vor­ge­zerr­ten Ver-Satz­stü­cke in die Stu­dio­luft zu tröten.

Lie­be TV-Macher (um nicht zu sagen TV-Mit­tä­ter): Es besteht Hand­lungs­be­darf. Eine brei­te Öffent­lich­keit for­dert vol­ler Wut und Trau­er: Gehen Sie end­lich den Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung und zei­gen Sie kei­ne Zukunfts­ängs­te bei der Abschaf­fung des Dumm­deut­schen; ande­ren­falls sieht Ihre Zukunfts­per­spek­ti­ve schlecht aus. Beu­gen Sie dem vor, indem Sie sich gut ‑mei­net­we­gen auch- breit auf­ge­stellt geben. Ach­ten Sie dabei ein Stück weit auf das rich­ti­ge Augen­maß und, daß alles beim Bür­ger ankommt (ersatz­wei­se auch beim Steu­er­zah­ler, Rent­ner, Auto­fah­rer und, und, und), denn auf die rich­ti­ge Gemenge­la­ge kommt es schließ­lich an, falls nicht, machen Sie den Lack­mus-Test und ermit­teln Sie die Soll­bruch­stel­le!
Ach so, und noch Eines: Den­ken Sie dar­an, nach­hal­tig alle span­nen­den Ent­schei­dun­gen Ihrer Kol­le­gen mit Respekt zur Kennt­nis zu neh­men. Sei­en Sie robust und scheu­en Sie sich nicht, das The­ma nach vorn zu brin­gen. Aber ach­ten Sie trotz­dem dar­auf, da ja eine Schnitt­men­ge vor­han­den sein könn­te, alles sorg­fäl­tig abzu­wä­gen und mit ihnen immer in Augen­hö­he zu kom­mu­ni­zie­ren. Und hören Sie am Ende des Tages end­lich mit dem Gene­rie­ren von Sprach-Unrat auf; statt­des­sen soll­ten Sie ein sicht­ba­res Zei­chen set­zen. Dage­gen oder dafür! Ach so, ver­gesst bit­te nie­mals, das es kei­ne Ant­ony­me zu geben hat. Statt schwarz und weiß heißt weiss und nicht ganz so weiss, statt intel­li­gent und blöd heißt es intel­li­gent und ein klein wenig unter dem Denk­ma­xi­mum usw. 

Wer sei­ne Spra­che nicht ach­tet und liebt,
kann auch sein Volk nicht ach­ten und lie­ben.
Ernst Moritz Arndt (1769 – 1860)

Die Online-APO entwickelt sich – und das tut gut!

Den eta­blier­ten poli­ti­schen Par­tei­en ‑den Statt­hal­tern der Ban­ken und der Groß­in­dus­trie- geht es so Step by Step an den Kra­gen – lang­sam scheint den Par­tei­bon­zen ein Licht auf­zu­ge­hen. Bis­her waren sie alle davon über­zeugt, die Weis­heit mit Löf­feln gefres­sen zu haben. Ob Bil­dung, Poli­tik, Kul­tur, Ver­brau­cher­schutz, Wirt­schaft, Ener­gie – alle Volks­ein­tre­ter waren fel­sen­fest davon über­zeugt, daß nur ihre Sicht auf die Din­ge die rich­ti­ge sei. Nach und nach däm­mert es den Volksvera*****ern aber, daß im Netz nicht mehr auf­zu­hal­ten­de Bestre­bun­gen im Gan­ge sind, die man mit dem Begriff Demo­kra­tie von unten bezeich­nen könn­te und die die bis­he­ri­ge Par­tei­en­land­schaft in Fra­ge stel­len könnten.
Wir Inter­net-User sind es leid, in den Online­aus­ga­ben aller gleich­ge­schal­te­ten Print­me­di­en die­sel­ben ver­ord­ne­ten Mei­nun­gen zu lesen, die von Par­tei­bon­zen dem Wahl­volk als Öffent­li­che Mei­nung unter­zu­ju­beln ver­sucht wird, wäh­rend Letz­te­res schon längst zwi­schen ver­öf­fent­lich­ter - und Öffent­li­cher Mei­nung sehr genau zu unter­schei­den vermag.

Die in den Par­tei­en sit­zen­den Volks­tre­ter bemer­ken, daß sich ihr bis­her prä­fe­rier­tes breit­ban­di­ges und gleich­zei­ti­ges “Lösen” aller Pro­ble­me über­holt hat. Sie bemer­ken erstaunt, daß sich eine Viel­zahl von Betrof­fe­nen, von Ver­ei­ni­gun­gen, von Bür­ger­initia­ti­ven, von Inter­es­sen­ver­bän­den zusam­men­fin­den, um ganz spe­zi­fi­sche ‑oft loka­le- Fra­gen und Pro­ble­me zu erör­tern, wozu kei­ne der Par­tei­en bis­her bereit, oder auch nur wil­lens war, sie zur Kennt­nis zu nehmen.

Sie stel­len mit Erstau­nen fest, daß schein­bar immer weni­ger ihre Par­tei braucht. Ihr Bla-Bla in Print­me­di­en, auf Wahl­pla­ka­ten und ihre Wort­hül­sen in soge­nann­ten Talk­shows, in denen ihnen pein­lich oft nach dem Mun­de gere­det wird, ruft beim inter­net-affi­nen Wahl­volk Haut­aus­schlag und anschwel­len­de Hals­schlag­adern hervor.

Tap­fer reden sie davon, wie­der mehr Wäh­ler ihrer Coleur zu akti­vie­ren, zu alten Wer­ten zurück­zu­fin­den, hei­li­ge Kühe zu schlach­ten und ähn­li­chen Unsinn mehr – und es ent­geht ihnen völ­lig daß ihnen das Heft immer mehr aus der Hand gleitet.

Merkt Euch: Die Demo­kra­tie der Zukunft wird im Inter­net gestal­tet und die Zukunft beginnt heute.

Und beson­ders unan­ge­nehm ist, daß die Kli­en­tel, die heu­te noch ohne das Netz aus­kommt ‑also von den her­kömm­li­chen Medi­en beein­flußt wird- zah­len­mä­ßig immer gerin­ger wird; sie stirbt schlicht­weg aus.

Und weil die von uns bezahl­ten Volks­tre­ter ‑bezeich­nen­der­wei­se nur mit Hil­fe­stel­lung nor­mal Den­ken­der-  dahin geführt wer­den sol­len zu begrei­fen, daß durch die­se Demo­kra­tie von unten ihre eige­ne, auf den Par­tei­en grün­den­de Macht, gefähr­det ist, wird in fie­ber­haf­ten Aktio­nis­mus ver­fal­len, um das Netz so weit wie mög­lich unter Par­tei­en­kon­trol­le zu brin­gen. Das Mit­tel dazu: Zen­sur. Die unsag­ba­re Igno­ranz mit der Zen­sur­su­la und die Misch­po­ke im Bun­des­tag die Online-Peti­ti­on zum Inter­netsper­re-Gesetz bedach­te, war bezeich­nend für die­se abge­wirt­schaf­te­te Politikerkaste.

Gaaaaa­anz lang­sam macht im Bun­des­tag das Gerücht die Run­de, daß in den Par­tei­en Medi­en­kom­pe­tenz gefragt ist und daß Nicht­wis­sen (Zypris: Was war noch gleich mal ein Brow­ser) und Igno­ranz (Strö­be­le: ich war ein‑, zwei­mal im Inter­net) bei der nächs­ten Wahl abge­straft wer­den. Es ist schlicht­weg eine Schan­de, daß sol­che Leu­te die­se Repu­blik im Jah­re 2010 regie­ren. Und hier gleich noch ein­mal. Und hier. Und hier – nein, las­sen wir das.

Poli­ti­ker die­ser Sor­te sind es also die uns Bür­ger beschüt­zen wol­len: Laut Hei­se wol­len sie doch tat­säch­lich unse­re pri­va­ten Rech­ner von Viren befrei­en; rührt das nicht zu Trä­nen? Sie wol­len unse­re Rech­ner von Viren frei­hal­ten! Ach die Guten.

Twitter ist schuld

Twit­tern könn­te Bun­des­tags­wahl torpedieren

Mit die­ser absur­den Schlag­zei­le wird hier die Angst der Regie­ren­den vor den Online-Medi­en auf den Punkt gebracht. Ins­be­son­de­re der Bun­des­wahl­lei­ter und Abge­ord­ne­te von SPD und Uni­on befürch­ten, die Bun­des­tags­wahl könn­te durch Kurz­nach­rich­ten im Online-Dienst Twit­ter »unzu­läs­sig beein­flusst« wer­den. Erst kürz­lich hat­ten Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te das Ergeb­nis der Bun­des­prä­si­den­ten­wahl vor­zei­tig über Twit­ter verbreitet.
Die Ergeb­nis­se der Befra­gun­gen über das tat­säch­li­che Wahl­ver­hal­ten, wird den Par­tei­en bereits nach­mit­tags mit­ge­teilt. Der Bun­des­wahl­lei­ter: “Es wäre der GAU, wenn die Wäh­ler­be­fra­gun­gen vor Schlie­ßung der Wahl­lo­ka­le öffent­lich bekannt wür­den, womög­lich müss­te die Wahl wie­der­holt werden”.
Wie­fel­spütz (SPD) hält es für ange­bracht, über ein Ver­bot der Wäh­ler­be­fra­gun­gen nachzudenken.

Fazit, lie­be Leser drau­ßen im Lande:

  • Die Wahl wird so lan­ge wie­der­holt, bis das Ergeb­nis passt.
  • Twit­ter ist schuld, wenn eine Par­tei nicht wie erhofft abschneidet.
  • Twit­ter ist sofort zu verbieten.
  • So lan­ge Twit­ter exis­tiert, herrscht Wahlverbot.
  • Vor die Twit­ter­sei­te wird ein Stopp­schild geschaltet

Die Poli­ti­ker­kas­te fürch­tet die Diens­te des Web inzwi­schen wie der Teu­fel das Weihwasser.
War­ten wir mal ab, in weni­gen Jah­ren ent­schei­det die Netz­ge­mein­de, wer in der Bun­des­re­pu­blik das Sagen hat.

Alles ok mit dem GG?

Gemes­se­nen Schrit­tes geht es an das/​die Sonn­tags­re­den-Red­ner-/Red­ne­rin­nen­pul­t/in; aus der Trick­kis­te wer­den ein pathe­ti­sches Vibra­to für die Stim­me und ein Fei­er­lich-Gucken-Gesicht her­aus­ge­kramt. Man betont, wie stolz man sei. Auf die Ver­fas­sung usw.; die Polit­rie­ge kriegt sich mal wie­der gar nicht ein.
Es ist ‑wie immer- uner­träg­li­ches Wort­ge­klin­gel, mit dem Ziel, dem Volk und angeb­li­chen “Sou­ve­rän” gezielt und in vol­ler Absicht die Sin­ne zu ver­ne­beln. Es wer­den ohne Gna­de und bis zum Erbre­chen retho­ri­sche, dumm­deut­sche Ver­satz­stü­cke anein­an­der­ge­reiht. Und doch ist eines dabei anders, als in der Ver­gan­gen­heit: Der Deut­sche Michel, sonst nur Stimm­vieh, hat begon­nen sei­ne Schlaf­müt­ze abzu­zie­hen und ent­deckt die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mög­lich­kei­ten des Inter­net. In den Kom­men­tar­fo­ren der eta­blier­ten Medi­en könn­ten jene, die sich selbst als Volks­ver­tre­ter bezeich­nen, von A bis Z nach­buch­sta­bie­ren, was von ihnen gehal­ten wird. Wenn die­se Poli­ti­ker­kas­te doch nur so han­deln wür­de, wie sie es in ihren Sonn­tags­re­den immer beschwö­ren. Wenn sie doch nur ein­mal NICHT gegen den Wil­len des Vol­kes ent­schei­den würden.

Aber lei­der ist Vol­kes Stim­me noch ziem­lich lei­se, obwohl eigent­lich das Vox Popu­li Vox Dei der Schwei­zer gel­ten soll­te.  Nach den Wah­len im Sep­tem­ber wird  ‑aus Sicht der Poli­ti­ker- wie immer Mün­te­fe­rings Spruch gel­ten: »… daß wir oft an Wahl­kampf­aus­sa­gen gemes­sen wer­den, ist nicht gerecht.« Mit ande­ren Wor­ten: Wenn wir Poli­ti­ker lügen und Ihr glaubt es – Eure Schuld.
Ihr lie­ben Volks­ver­tre­ter, hört mir bit­te ein­mal zu: Euro­pa­wahl – was ist das denn? Bun­des­tags­wahl ‑wozu? – Ihr macht ja doch, was wir nicht wol­len. Lie­be Ossis (Wes­sis sind lei­der immer noch zu satt) skan­diert doch wie­der ein­mal: Wir sind das Volk!

Wir möch­ten end­lich eine Ver­fas­sung, so wie das ‑trotz aller Schraub­ver­su­che nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung- im § 146 GG ver­an­kert ist.

Und weil wir gera­de dabei sind: Was sprä­che eigent­lich dage­gen, wenn die­ses neue Deutsch­land auch eine neue Natio­nal­hym­ne sin­gen könnte:

Bert­hold Brecht

Kin­der­hym­ne

 Anmut spa­ret nicht noch Mühe
Lei­den­schaft nicht noch Verstand
Daß ein gutes Deutsch­land blühe
Wie ein and­res gutes Land.

Daß die Völ­ker nicht erbleichen
Wie vor einer Räuberin
Son­dern ihre Hän­de reichen
Uns wie andern Völ­kern hin.

Und nicht über und nicht unter
Andern Völ­kern wolln wir sein
Von der See bis zu den Alpen
Von der Oder bis zum Rhein.

Und weil wir dies Land verbessern
Lie­ben und beschir­men wir’s.
Und das liebs­te mag’s uns scheinen
So wie andern Völ­kern ihrs.

Melo­die bei youtube

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